06:56 18 November 2019
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    Pro-türkische Rebellen in der Grenzstadt Tal Abyad am 20. Oktober 2019

    Vorwurf von Kriegsverbrechen in Nordsyrien „gegenstandslos“ – Ankara

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    Die Türkei hat den Vorwurf der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zurückgewiesen, in Nordsyrien Kriegsverbrechen begangen zu haben. Dies geht aus einer Mitteilung des türkischen Außenministeriums hervor.

    Es handele sich um „gegenstandslose Behauptungen“ und diese seien Teil einer Diffamierungskampagne gegen den türkischen Anti-Terror Kampf, teilte das Außenministerium in Ankara am Sonntag mit. 

    Die Türkei ziele bei ihrem Einsatz in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz YPG lediglich auf deren Stellungen und Verstecke und treffe alle notwendigen Vorkehrungen, damit Zivilisten und zivile Infrastruktur nicht zu Schaden kommen, hieß es. Das Außenministerium betonte, mit der Türkei verbündete Rebellen hätten eine Untersuchungskommission eingesetzt, um mögliche Menschenrechtsverletzungen aus ihren Reihen zu untersuchen.

    Amnesty International hatte der türkischen Armee und den mit ihr verbündeten Rebellen in einem am Freitag veröffentlichten Bericht unter anderem „rücksichtslose Angriffe auf Wohngebiete“ vorgeworfen, bei denen Zivilisten getötet und verletzt würden. Pro-türkische Rebellen sollen zudem eine syrisch-kurdische Politikerin geschlagen und erschossen haben.

    Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Freitag zu den Vorwürfen von Amnesty gesagt, es gebe unter den Rebellen welche, die Fehler machten und versprochen, man werde „sich dieser Sache annehmen“.

    Am Donnerstag waren der türkische Präsident Erdogan und US-Vizepräsident Mike Pence in Ankara übereingekommen, die Operation der türkischen Armee im Norden Syriens für 120 Stunden einzustellen, damit die kurdischen Formationen von der Grenze zur Türkei abziehen könnten. Pence zufolge sollen die Kräfte der Kurden die 30 Kilometer breite Sicherheitszone auf syrischem Gebiet verlassen. Am Samstag drohte Erdogan mit der Wiederaufnahme des Einsatzes, sollte die zwischen Ankara und Washington erzielte Vereinbarung bis Dienstagabend nicht erfüllt werden.

    Außerdem warnte der Berater des türkischen Präsidenten, Yasin Aktay, Damaskus davor, den kurdischen Selbstverteidigungseinheiten zu Hilfe zu kommen.

    asch/dpa/sna

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    Themen:
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    Tags:
    Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen, Vorwürfe, Amnesty International, Amnesty International, Nordsyrien, Syrien, Syrien, Militäreinsatz, Türkei