05:43 15 November 2019
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    der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 18. Oktober 2019

    Erdogan: „Es wird keine Verhandlungen mit syrischen Kurden geben“

    © REUTERS / Murat Kula/Presidential Press Office
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat jegliche Verhandlungen mit den syrischen Kurden-Milizen abgelehnt.

    „Wir werden die Terroristen weiter Terroristen nennen. Wir sind in den vergangenen 18 Jahren niemals am Verhandlungstisch mit der Terrororganisation gesessen und werden es auch nicht tun“, sagte Erdogan am Montag in Istanbul.

    Den westlichen Ländern, die sich gegen die türkische Offensive im Norden Syriens stellen,  warf Erdogan „Solidarität mit den Terroristen“ vor.

    Am vergangenen Donnerstag haben die USA und die Türkei eine 120-stündige Waffenruhe vereinbart.

    In dieser Zeit soll sich die Kurden-Miliz YPG aus der 30 Kilometer breiten Sicherheitszone in Nordsyrien, die Ankara unter eigener Kontrolle haben will, zurückziehen. Es kursierten jedoch Berichte über weitere Gefechte in der Region.

    ​Einsatz in Nordsyrien

    Erdogan hatte am 9. Oktober den Beginn der Operation „Friedensquelle“ in Nordsyrien angekündigt. Der Einsatz richtet sich laut dem Verteidigungsministerium in Ankara gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die IS-Terrormiliz*. Nach den Angaben von der Vorwoche haben türkische Soldaten bereits 673 Angehörige von Kurdenmilizen getötet. Die türkischen Militärs und die syrische bewaffnete Opposition haben laut dem Verteidigungsministerium in Ankara die Städte Ras al-Ain und Tel Abyad unter ihrer Kontrolle.

    Damaskus hat bereits mehrmals die türkische Okkupationspolitik im Norden des Landes kritisiert. Russland mahnte Ankara, von Handlungen, die die Regelung des seit 2011 andauernden Konflikts stören können, abzusehen.

    *Islamischer Staat, Terrororganisation, in Russland verboten

    om/ae

     

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    Tags:
    Waffenruhe, USA, Verhandlungen, YPG, Kurden, Türkei-Politik