11:19 15 November 2019
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    SDF-Soldaten beim Ölfeld in Syrien (Archiv)

    Wegen Ölfeldern: US-Truppen bleiben teilweise in Syrien – Pentagon-Chef

    © AP Photo / Felipe Dana
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    Einige US-Streitkräfte werden laut US-Verteidigungsminister Mark Esper auch nach dem Truppenabzug in Ostsyrien bleiben: Sie sollen verhindern, dass die von den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) kontrollierten Ölfelder in die Hände der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gelangen.

    „Der Prozess des Abzugs der US-Truppen wird Wochen, und nicht Tage in Anspruch nehmen, ein Teil (der US-Truppen) wird in den Dörfern bei den Ölfeldern im Nordosten Syriens bleiben, um der Gruppierung IS* sowie weiteren (Gruppierungen – Anm. d. Red.) den Zugang zu versperren, damit sie diese Ressourcen nicht nutzen können“, sagte Esper bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Kabul.

    „Unsere Truppen werden in der Nähe der Kampfgebiete in Syrien bleiben“, betonte Esper weiter.

    Derzeit werde der Abzug der US-Truppen aus Syrien noch diskutiert, sodass über die Stärke des möglicherweise bleibenden Kontingents noch nicht entschieden worden sei, so Esper.

    Zuvor hatte die Zeitung „The New York Times“ unter Verweis auf einen ranghohen Beamten berichtet, Trump sei dazu geneigt, ein geringes US-Militärkontingent in Ostsyrien zu behalten, das gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpfen soll.

    USA ziehen Truppen aus Nordsyrien ab

    Am 7. Oktober hatte Trump den Truppenabzug aus dem Nordosten Syriens angekündigt. Am 13. Oktober ließ US-Verteidigungsminister Mark Esper verkünden, die Vereinigten Staaten würden weitere tausend US-Soldaten von einem Vorposten in Nordsyrien abziehen.

    Esper hatte zudem am vergangenen Wochenende erklärt, der Abzug der US-Truppen aus Syrien werde „Wochen, nicht Tage“ dauern. Dieser solle „sehr überlegt und sehr sicher“ verlaufen. Die Soldaten sollen sich demnach vom Irak aus weiter am Kampf gegen die IS-Terrormiliz beteiligen.

    Die US-Zeitung „The New York Times” berichtete am Montag, Trump erwäge derzeit, doch ein paar Hundert US-Militärs in Ostsyrien zu behalten, die dann gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpfen sollen. 

    Türkische Militäroffensive gegen Kurden

    Die Türkei hatte am 9. Oktober einen Militäreinsatz im Nordosten Syriens eingeleitet, der gegen kurdische Milizen gerichtet ist. Am 17. Oktober einigten sich Ankara und Washington darauf, den türkischen Einsatz „Friedensquelle“ für 120 Stunden einzustellen. Kurdische Einheiten sollten dabei die 30 Kilometer breite Zone an der türkisch-syrischen Grenze verlassen. Ankara will diese Sicherheitszone selbständig kontrollieren.

    Am 18. Oktober äußerte der türkische Staatschef, Ankara werde seine Militäroperation wiederaufnehmen, sollten die USA den Abzug der kurdischen Milizen nicht durchsetzen. Dabei drohte Erdogan, den Terroristen (gemeint sind hier die Kurden) die „Köpfe abzuschlagen”.

    * Terrororganisation, in Russland verboten

    asch/ae/sna

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    Tags:
    Mark Esper, Ölfelder, US-Truppen, Truppenabzug, Syrien, USA