02:53 21 November 2019
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    „Wer kommt wie schnell dran?“: Spahn kritisiert Missstände bei Behandlung psychischer Krankheiten

    © AP Photo / Michael Sohn
    Politik
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    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Montag im Rahmen der Vorstellung des Projekts „Impression Depression“ auf Missstände bei der Behandlung psychischer Krankheiten aufmerksam gemacht.

    Der CDU-Minister hat am Montag im Gesundheitsministerium an der Vorstellung des Projekts „Impression Depression“ der Robert-Enke-Stiftung teilgenommen.

    Spahn kritisierte eine „falsche Prioritätensetzung“ im Umgang mit psychischen Krankheiten. Er habe den Eindruck, dass die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigten (schwerste Depressionen, Schizophrenie, akute Phasen), am ehesten überhaupt keinen Zugang finden würden. Es gelinge aus seiner Sicht nicht gut genug, die Prioritäten richtig zu setzen bei der Frage „Wer kommt wie schnell dran?“.

    Das Projekt „Impression Depression“  soll Nicht-Betroffenen einen Eindruck vom Leben mit Depressionen vermitteln und damit zur Sensibilisierung dieses Problems beitragen. Das erfolgt mithilfe einer virtuellen Erfahrung: Die Teilnehmer bekommen eine VR-Brille und Kopfhörer aufgesetzt und tragen außerdem eine zehn Kilogramm schwere Bleiweste.

    Anlass der Aufklärungskampagne ist der zehnte Todestag des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Robert Enke. Er nahm sich am 10. November 2009 das Leben. Etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann ist nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen.

    mka/gs

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    Tags:
    Gesundheitsministerium, Depression, Jens Spahn