06:49 15 November 2019
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    Su-27 (Symbolbild)

    Südkorea ortet sechs russische Militärflugzeuge in seiner Luftabwehr-Zone

    © Sputnik / Alexej Danitschew
    Politik
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    Zwei russische Langstreckenbomber und vier Begleitflugzeuge sollen am Dienstag in Südkoreas Luftabwehr-Erkennungszone (KADIZ) eingedrungen sein, ohne allerdings den Luftraum des Landes zu verletzen. Dennoch musste Südkorea Kampfjets alarmieren. Russland erkennt die von Seoul willkürlich eingerichtete Zone nicht an.

    Zwei Tu-95-Bomber, ein A-50-Radarflugzeug und drei Su-27-Jäger seien am Dienstag unangekündigt viermal durch die KADIZ über dem Japanischen und dem Gelben Meer geflogen und dort insgesamt vier Stunden lang herumgekreist, teilte der Generalstab Südkoreas (JCS) laut der Agentur Yonhap mit. 

    Allerdings habe keines der Flugzeuge den Luftraum Südkoreas verletzt. Dennoch habe die Luftwaffe des Landes zehn Jagdflugzeuge alarmiert, um die Russen zu warnen, hieß es. Eine Stellungnahme von russischer Seite lag vorerst nicht vor.

    Südkorea hatte zuvor schon mehrmals Russland und China beschuldigt, die KADIZ zu verletzen. So hieß es im Juli aus Seoul, dass ein russisches Militärflugzeug auf einer gemeinsamen Luftpatrouille mit China in die KADIZ eingedrungen sei. Damals mussten südkoreanische Kampfjets nach eigenen Angaben sogar Warnschüsse abfeuern, was Russland jedoch bestritt.

    Das Kommando der russischen Fernfliegerkräfte teilte damals mit, die von Seoul eingerichtete Luftabwehr-Erkennungszone nicht anzuerkennen, weil sie nicht durch das Völkerrecht gedeckt ist. Die 1951 im Korea-Krieg eingerichtete KADIZ ist nicht Teil des südkoreanischen Hoheitsgebietes.

    sp/ae

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    Su-27, A-50, Tu-95, Jäger, Bomber, Südkorea, Russland