06:53 15 November 2019
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    Der syrische Präsident Baschar al-Assad in Idlib am 22. Oktober 2019

    Assad erklärt seine Entscheidung für Zusammenarbeit mit Kurden

    © AFP 2019 / Syrian Presidency Facebook page
    Politik
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    Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich mit dem Militär in Idlib getroffen und sich erstmals zum gemeinsamen Truppeneinsatz an der türkischen Grenze im Rahmen eines neuen Abkommens mit den Kurden geäußert.

    Laut Assad hat die syrische Regierung unmittelbar nach Beginn der türkischen „Aggression“ im Norden des Landes Kontakt zu verschiedenen politischen und militärischen Kräften der Region aufgenommen und sich bereiterklärt, jegliche gegen die Türkei kämpfenden Gruppierungen zu unterstützen.

    „Dies ist keine politische Entscheidung, sondern eine verfassungsmäßige und patriotische Pflicht. Wenn wir dies nicht täten, würden wir dieses Land nicht verdienen“, zitiert Assads Pressedienst den Präsidenten.

    Gleichzeitig stellte der syrische Staatschef fest, dass die Kurden Damaskus ihrer Bereitschaft versichert haben, Norden Syriens zu verteidigen. Die Türkei habe jedoch „in wenigen Tagen“ eine Reihe von Städten erobert.

    Laut Assad ist der Kampf um Idlib „der Schlüssel zur Ausrottung des Chaos und des Terrorismus im Land“.  Ferner unterstrich er,  dass alle Regionen Syriens gleich wichtig seien, aber je nach der militärischen Situation werde bestimmten Gebieten Vorrang eingeräumt.

    Waffenruhe in Nordsyrien

    Die gegen die kurdische YPG-Miliz gerichtete türkische Militäroffensive in Nordostsyrien dauert seit dem 9. Oktober an. International hat die Aktion bereits viel Kritik geerntet.

    Der türkische Staatschef, Recep Tayyip Erdogan, und US-Vizepräsident Mike Pence hatten sich bei ihrem Treffen am Donnerstag auf einen Waffenstillstand in Nordsyrien geeinigt. Laut der Vereinbarung soll die  türkische Offensive für 120 Stunden eingestellt werden, damit die Kurdenmilizen aus dem Grenzgebiet zur Türkei abziehen könnten.

    sm/gs

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