05:34 15 November 2019
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    Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten

    Kreml will Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorschlag prüfen

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    Politik
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    Der Kreml hat sich zum Vorschlag der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauers geäußert, eine international kontrollierte Schutzzone in Nordsyrien einzurichten. Laut Präsidentensprecher Dmitri Peskow soll der Vorstoß geprüft werden.

    „Es gibt keine definierte Position zu diesem Thema, da es sich um eine neue Initiative handelt, die geprüft werden muss“, sagte Peskow gegenüber Reportern auf die Frage, wie der Kreml den Vorschlag von Kramp-Karrenbauer bewertet.

    Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hatte sich am vergangenen Montag für den Aufbau einer international kontrollierten Sicherheitszone im syrischen Grenzgebiet zur Türkei ausgesprochen – mit Einbeziehung von Russland und der Türkei. Das Ziel muss laut der CDU-Chefin auch ein ziviles Wiederaufbauprogramm sein. Kramp-Karrenbauer stimmte ihren Vorstoß nach eigenen Worten bereits mit Kanzlerin Angela Merkel ab. Sie werde ihn am Rande des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am Donnerstag und Freitag vorstellen.

    Maas soll nichts von Syrien-Vorschlag gewusst haben

    Der Vorschlag der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine internationale Sicherheitszone in Nordsyrien hat den Bundesaußenminister Heiko Maas offenbar überrascht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat das Auswärtige Amt diesbezüglich "Diskussionsbedarf".

    Am Montag hatte Kramp-Karrenbauer gegenüber der dpa gesagt, dass sie Maas über ihren Vorstoß informiert habe. Im ZDF-„Heute-Journal“ erklärte sie, sie sei mit ihm per SMS in Kontakt gewesen und habe ihn darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie „einen Vorschlag machen werde“.

    aa/gs

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    Tags:
    Sicherheit, Initiative, Syrien, Dmitri Peskow, Kreml, Russland