18:46 29 November 2020
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    Der EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat sich am Dienstag in seiner Abschiedsrede klar gegen eine Rückkehr zum Nationalismus in Europa ausgesprochen.

    Der scheidende EU-Kommissionschef hat am Dienstag eine Abschiedsrede vor dem Europarlament gehalten. Er verwies darauf, dass die Europäische Union vor allem auch ein Friedensprojekt sei. Frieden sei nicht selbstverständlich, und „wir sollten stolz darauf sein, dass Europa den Frieden erhält“. Darüber müsse man auch mit jungen Menschen reden.

    EU-Flagge (Archiv)
    © AP Photo / Jean-Francois Badias
    Er fand auch deutliche Worte für den vielerorts in Europa präsenten Nationalismus: „Bekämpft mit aller Kraft den dummen Nationalismus.“

    Zum Abschluss seiner Rede sagte Juncker, er scheide aus dem Amt «in dem Gefühl, mich redlich bemüht zu haben».

    „Diese Populisten, Nationalisten, dummen Nationalisten“

    Bereits im Vorfeld der Europawahl 2019 hatte sich Juncker kritisch über EU-Kritiker geäußert, die in ihre eigenen Länder „verliebt“ seien. Ihren Erfolg  bei der Mobilisierung ihrer Wählerbasis erklärte er damit, dass es immer einfacher sei, negative als positive Kräfte zu mobilisieren.

    Er sprach unter anderem über den Brexit. Dieser schade vor allem den Briten. Allerdings sehe er auch Grund zur Hoffnung: Seit der britischen Austrittsentscheidung von 2016 gebe es immer mehr EU-Befürworter. 

    mka/gs

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    Tags:
    Nationalismus, Europaparlament, Rede, Jean-Claude Juncker, EU