01:55 21 November 2019
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    Iran befürwortet Dialog zwischen Türkei und Syrien

    © Sputnik / Wladimir Fedorenko
    Politik
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    Teheran ist bereit, zur Anbahnung eines Dialoges und eines gegenseitigen Verständnisses zwischen der Türkei und Syrien beizutragen, sagte der amtliche Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Mousavi, am Mittwoch.

    „Der Iran ist immer schon Anhänger eines Dialoges und einer friedlichen Herangehensweise bei der Bereinigung von Differenzen gewesen und hat deshalb immer für Verhandlungen der Seiten plädiert, zwischen denen es Differenzen gibt, damit sie ein Verständnis erzielen können“, so Mousavi.

    Das Adana-Abkommen, das die Türkei und Syrien vor mehr als 20 Jahren erzielt hatten, sei eine geeignete Grundlage dafür, dass Ankara und Damaskus die bestehende Besorgnis beseitigen würden, betonte der Sprecher.

    „Der Iran wird es nicht unterlassen, einen Dialog und die Anbahnung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Ankara und Damaskus auf jede Weise zu fördern“, fügte der iranische Außenamtssprecher hinzu.

    Türkische Militäroperation in Syrien

    Die Türkei hatte vor knapp einer Woche eine Militäroffensive gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und die Terrorvereinigung IS* („Islamischer Staat“; Daesh) gestartet. Die Europäische Union (EU) rief Ankara daraufhin auf, die Operation zu stoppen. Der Einsatz stieß international auf Kritik.

    Putin und Erdogan treffen Syrien-Vereinbarung

    Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan hatten sich am Dienstag in Sotschi am Schwarzen Meer getroffen, um den Syrien-Konflikt zu besprechen. In dem zum Abschluss der Verhandlungen Putins und Erdogans angenommenen Memorandum heißt es unter anderem, dass die russischen und türkischen Truppen die Gebiete östlich der unter die Operation „Friedensquelle“ fallenden Region mit Ausnahme der Stadt Kamisli gemeinsam patrouillieren werden – aber erst nach dem Rückzug der kurdischen Milizen von der syrisch-türkischen Grenze.

    Es gehe dabei um die Wiederherstellung der territorialen Integrität Syriens und die gemeinsamen politischen Bemühungen – auch im Rahmen des syrischen Verfassungskomitees, hieß es.

    Wie der russische Experte Viktor Nadein-Rajewski vom Nationalen Primakow-Forschungsinstitut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen dazu äußerte, „muss Russland darauf bestehen, dass die syrischen Gebiete unter Kontrolle der syrischen Regierung bleiben“.

    *„Islamischer Staat“ (IS, Daesh) – in Russland per Gesetz verboten

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    Tags:
    Islamischer Staat, Syrien, Türkei, Iran