12:25 20 November 2019
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    S-400-Abwehrraketen während der Übungen (Archiv)

    Ein Deal reicht nicht aus: Türkei will mehr S-400

    © Sputnik / Russlands Verteidigungsministerium
    Politik
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    Vier Divisionen moderner russischer Flugabwehrsysteme S-400 reichen der Türkei wohl nicht aus. Ankara will sich nun weitere Anlagen dieses Typs anschaffen. Die Verhandlungen darüber werden bereits geführt, berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch unter Berufung auf Rosoboronexport.

    Moskau und Ankara besprechen derzeit das Finanzmodell und die Lieferungsfristen, zitiert die Zeitung den Chef des russischen Rüstungsexporteurs Rosoboronexport, Alexander Michejew.

    Der aktuelle Vertrag sei vorfristig erfüllt worden. Alle Elemente der bestellten Anlagen seien in der Türkei angekommen. Das Programm zur Lokalisierung befinde sich in der „Endphase“, sagte Michejew. Russische Experten schulen derzeit ihre türkischen Kollegen im Umgang mit den Fla-Raketenanlagen. Danach werden die Anlagen in Dienst gestellt.

    Streit um den Deal

    Insgesamt hat Russland S-400-Systeme im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar in die Türkei geliefert. Der Deal führte zu einem Streit zwischen den USA und Ankara. Washington versuchte mit allen Mitteln, die Türkei unter Druck zu setzen, auf den Kauf zu verzichten.

    Technische Details

    Das S-400-System gilt als eines der effektivsten Langstreckenflugabwehrsysteme der Welt. Es kann bis zu 300 Ziele zugleich erfassen und sie in einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern und einer Flughöhe von 27 Kilometern bekämpfen.

    om/sb

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    Tags:
    Kauf, Luftabwehrsysteme, S-400, Russland, Türkei