07:57 18 November 2019
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    Russische Militärpolizei kommt in die syrische Stadt Kobani an

    Syrien: Russische Militärpolizei in Kobane eingetroffen – Fotos

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    Politik
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    Eine Autokolonne der russischen Militärpolizei ist am Mittwoch in der nordsyrischen Stadt Kobane eingetroffen. Dies erfolgt im Rahmen der am Dienstag zwischen Russland und der Türkei erzielten und von Damaskus akzeptierten Vereinbarungen. Das berichtete ein Sputnik-Korrespondent vor Ort.

    Demnach wurde der russische Militärkonvoi mit großer Begeisterung von Ortsansässigen begrüßt. Während des Marsches der Kolonne hätten einige Stadtbewohner syrische Flaggen in der Hand gehalten.

    Zuvor am Mittwoch wurde mitgeteilt, dass eine Autokolonne der russischen Militärpolizei das östliche Ufer des Euphrat-Flusses überquert habe und sich in Richtung der an die Türkei grenzenden syrischen Stadt Kobane bewege. 

    Fahrzeuge der russischen Militärpolizei kommen in der syrischen Stadt Kobani an
    © Sputnik / Hikmet Durgun
    Fahrzeuge der russischen Militärpolizei kommen in der syrischen Stadt Kobani an

    Wie es heißt, sollte die russische Militärpolizei noch am Mittwoch im Rahmen der in Sotschi getroffenen Vereinbarungen mit dem Patrouillieren der Stadt beginnen.

    Zudem sollten die russische Militärpolizei und Einheiten des syrischen Grenzschutzdienstes am Mittwochnachmittag die Grenze zwischen der Türkei und Syrien außerhalb des Bereiches der türkischen Operation „Friedensquelle“ patrouillieren.

    Russische Militärs in Manbidsch

    Die russische Militärpolizei hat ebenfalls am Mittwoch begonnen, die vorderen Stellungen der syrischen Armee nordöstlich von Manbidsch in der Provinz Aleppo zu patrouillieren. Die Stadt ist seit Anfang Oktober unter Kontrolle von Damaskus.

    Moskau-Ankara-Memorandum

    Am Dienstag hatten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan in der südrussischen Stadt Sotschi über ein Memorandum zur Lage in Syrien verständigt.

    Gemäß Punkt fünf des Dokuments werden das Militär Russlands und Syriens den Abzug der kurdischen Formationen samt Waffen auf 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze, außerhalb der Zone der türkischen Operation „Friedensquelle“, unterstützen.

    Für den Abzug ihrer Truppen haben die Kurden 150 Stunden, ab 12.00 Uhr am 23. Oktober. Danach beginnen russisch-türkische Patrouillen in einem zehn Kilometer breiten Raum von der Grenze westlich und östlich der unter die Operation „Friedensquelle“ fallenden Region, mit Ausnahme der Stadt Kamisli.

    Ain al-Arab oder Kobanê ist die Hauptstadt des Distrikts Ain al-Arab im syrischen Gouvernement Aleppo. Die Stadt wird überwiegend von Kurden bewohnt.

    ns/sb/sna 

     

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Operation, Türkei, Euphrat, Kurden, Russland, Syrien