12:19 15 November 2019
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    Klimaaktivisten protestieren vor dem Kanzleramt in Berlin (Archivbild)

    Bundeskabinett bei CO2-Preis und Einbau-Verbot für Ölheizungen einig

    © AP Photo / Franka Bruns
    Politik
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    Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Reihe von Maßnahmen für mehr Klimaschutz gebilligt. Dabei geht es unter anderem um ein Einbau-Verbot für neue Ölheizungen ab 2026 sowie einen neuen CO2-Preis.

    Der Beschluss der schwarz-roten Regierung soll dazu beitragen, dass Deutschland seine für 2030 gesetzten Klimaschutzziele doch noch erreicht.

    Der Gesetzentwurf sieht aber auch Ausnahmen vor – wenn etwa ein Haus weder mit Gas noch mit Fernwärme versorgt werden kann und die Heizung auch nicht aus erneuerbaren Energien betrieben werden kann.

    Für jene, die ihre alte Ölheizung auf ein klimafreundlicheres Modell ausrichten lassen, soll eine „attraktive Austauschprämie” gelten.

    Zudem beschloss das Kabinett einen Gesetzentwurf zum neuen CO2-Preis. Dieser soll klimaschädliche Heiz- und Kraftstoffe verteuern. Insgesamt mehr als 4.000 Unternehmen, die Brennstoffe wie Sprit, Heizöl oder Erdgas in den Verkehr bringen, sollen demzufolge künftig Verschmutzungsrechte kaufen.

    CO2-Preis

    Der CO2-Preis soll 2021 zehn Euro pro Tonne betragen. Bis 2025 soll er weiter auf 35 Euro steigen. Der Preis soll dann ab 2026 zum Teil durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, zunächst aber mit einer 60 Euro-Obergrenze. Diesel und Heizöl würden beispielsweise bei einem Preis von 25 Euro pro Tonne um etwa elf Cent pro Liter teurer werden, Benzin um nicht ganz zehn Cent.

    jeg/sb/dpa

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    Tags:
    Klimaschutz, Beschluss, Preis, CO2, Bundesregierung