08:31 18 November 2019
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    US-Soldaten im at-Tanf Gebiet, Syrien (Archiv)

    Syrien: Moskau fordert von Washington Ende der at-Tanf-Besatzung

    © Foto: U.S. Marine Corps/Cpl. Carlos Lopez
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    Moskau fordert laut dem russischen Vize-Außenminister Sergej Werschinin ein Ende der Besatzung der syrischen at-Tanf-Gebiete durch die US-Truppen.

    Die US-Soldaten halten sich illegal in einem 55 Kilometer breiten Streifen auf dem syrischen Territorium auf und blockieren die Verbindungsstraße zwischen dem Irak und Syrien, sagte Werschinin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

    „Wir halten ihre Präsenz für gesetzeswidrig und fordern, dass diese Besatzung gestoppt wird”, so der Diplomat weiter.

    Außerdem sollte die Provinz Idlib unter die Kontrolle der syrischen Regierung zurückkehren, ohne dass es zu Verlusten unter der Zivilbevölkerung komme.

    Werschinin fügte mit Blick auf die Lage der Kurden in Nordsyrien hinzu, Russland respektiere ihre Position und sei der Überzeugung, dass ihr Schicksal im Dialog mit Damaskus entschieden werden müsse.

    Russisch-türkisches Memorandum

    Gemäß Russlands Vereinbarung mit der Türkei werde die Präsenz syrischer Grenzwächter an der türkischen Grenze an den meisten Standorten wiederhergestellt, erklärte Werschinin.

    „In dem Memorandum ist alles sehr klar festgelegt. Außerhalb der Zone, wo sich jetzt die türkischen Truppen im Rahmen der Operation ‚Friedensquelle’ befinden, entlang der Grenze sollen syrische Grenzschutzbeamte und unsere Militärpolizei eingesetzt werden.”

    Die Region sei mit bewaffneten Menschen übersät – dort seien schon türkische Soldaten und die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten sowie bis vor kurzem US-Truppen gewesen, die unter anderem dank russischer Hilfe abgezogen seien. Dazu kommen jetzt noch die Regierungsarmee und russische Militärs. Die allgemeine Aufgabe bestehe dabei unter anderem darin, Zusammenstöße zu verhindern.

    Keine türkische Präsenz in Manbidsch und Kobane

    Das bilaterale Memorandum sieht vor, dass sich keine türkischen Truppen in Manbidsch und Kobane befinden werden, betonte Werschinin: „Manbidsch und Kobane – so steht es im Memorandum – werden keine türkische Präsenz haben.”

    Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan hatten am Dienstag ein Memorandum zur Lage in Syrien unterzeichnet.

    Laut der Einigung sollen Einheiten der russischen Militärpolizei und des syrischen Grenzdienstes am Mittwoch Stellung auf der syrischen Seite der syrisch-türkischen Grenze außerhalb der Zone der Operation „Friedensquelle” beziehen.

    jeg/sb/sna

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    Tags:
    Kobane, Manbidsch, At-Tanf, US-Truppen, Sergej Werschinin, Außenministerium Russlands