13:23 20 November 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (in d. M.) während des Gipfels Russland-Afrika am 24. Oktober 2019

    Russland und Afrika vereinbaren gemeinsame Uno-Reformierung

    © Sputnik / Alexej Druschinin
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    Russland und die Länder Afrikas werden laut Medien ihre Anstrengungen hinsichtlich der Reformierung der Uno, darunter auch des UN-Sicherheitsrates, koordinieren. Die Vereinbarung wurde in der Deklaration des ersten Gipfels Russland-Afrika fixiert, die am 24. Oktober veröffentlicht wurde.

    „Die Seiten haben vereinbart, bei der Realisierung der Ziele und Prinzipien des Uno-Statuts eng zusammenzuarbeiten, die aktive Rolle der Uno in den internationalen Angelegenheiten zu gewährleisten, insbesondere in dem Teil, der die Aufrechterhaltung des Völkerrechts und der Sicherheit betrifft, sowie die Anstrengungen, die auf die Erhöhung des Uno-Potentials zum Zwecke des Entgegenwirkens gegen existierende und neue globale Herausforderungen und Bedrohungen abzielen, zu koordinieren“, führen die Medien Auszüge aus dem Dokument an.

    Gemeinsame Ziele

    Die Staaten wollen außerdem gemeinsam dem Terrorismus und Extremismus entgegenwirken, indem sie Mitarbeiter von afrikanischen Friedensmissionen in fachorientierten russischen Organisationen ausbilden.

    Die Seiten einigten sich darauf, durch gemeinsame Anstrengungen gegen den Klimawandel zu kämpfen, die Resistenz und Anpassungsmöglichkeiten der Länder an die negativen Folgen zu erhöhen und alle Länder zu einer „zielbewussten und umfassenden Auffüllung der Ressourcen des Grünen Klimafonds“ aufzurufen.

    In der Deklaration ist auch die Absicht der Länder verankert, in den Bereichen der humanitären Hilfeleistung, der Verhinderung von Naturkatastrophen und Epidemien, des Aufbaus eines gerechteren Systems der internationalen Beziehungen, des Wirkens gegen politisches Diktat und Währungserpressung im Handel, der Nichtverbreitung von Atomwaffen sowie der Informationssicherheit und der Nutzung des Weltraums zu friedlichen Zwecken zu kooperieren.

    "Neue Seite in den Beziehungen"

    Die Ergebnisse des Gipfeltreffens fasste Russlands Präsident Wladimir Putin zusammen. „Dieses Ereignis hat tatsächlich eine neue Seite in den Beziehungen Russlands und der Staaten des afrikanischen Kontinents geöffnet. (...) Das Treffen war sachlich, dabei war es sehr freundschaftlich, sogar warmherzig, was eine besondere Atmosphäre bei den Diskussionen geschaffen hat“, sagte der russische Staatschef.

    Nach Gipfelabschluss wurde beschlossen, ein Forum der Partnerschaft für die weitere Koordinierung der Beziehungen zu schaffen. Im Rahmen des Forums sollen alle drei Jahre Gipfeltreffen abgehalten werden.

    Der Gipfel Russland-Afrika fand in Sotschi am 23. und 24. Oktober statt. Zu der Veranstaltung waren Vertreter von mehr als 40 Ländern des afrikanischen Kontinents eingetroffen. Parallel zu dem Gipfel wurde ein Wirtschaftsforum mit Beteiligung von Staatsoberhäuptern sowie Vertretern der Geschäftswelt und von Staatsstrukturen abgehalten.

    ek/sb

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    Tags:
    Gipfeltreffen, entgegenwirken, Aufrechterhaltung, Reformierung, Uno, Afrika, Russland