01:59 21 November 2019
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    US-Militärkonvoi in der Nähe der nordsyrischen Stadt Tel Tamr, 20. Oktober 2019

    Pentagon-Plan: USA wollen offenbar Truppen zum Schutz von Ölfeldern nach Syrien schicken

    © AP Photo / Baderkhan Ahmad
    Politik
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    Kurz nach dem Abzug der Truppen aus Nordsyrien will das US-Verteidigungsministerium zusätzliche militärische Kräfte in den Osten Syriens schicken. Ziel sei es, die Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh) von Ölfeldern fernzuhalten. Das berichten internationale Medien übereinstimmend am Freitag, unter Verweis auf einen Pentagon-Sprecher.

    Demnach wollten die USA ihre Positionen in Abstimmung mit Partnern aus den SDF (die Syrischen Demokratischen Kräfte – Anm. d. Red.) im Nordosten Syriens durch zusätzliche militärische Kräfte und Mittel verstärken, wie es hieß. Damit solle verhindert werden, dass diese Ölfelder wieder an den „Islamischen Staat“ oder an „andere destabilisierende Akteure“ fallen, verlautete demnach aus dem Pentagon.

    Zugleich gab das Ministerium zu früheren US-Medienberichten über das nach Syrien zu entsendende Kontingent keine Kommentare ab.

    Bis zu 30 Panzer

    Indes hatte die Zeitung „Wall Street Journal“ geschrieben, die USA planten bis zu 500 Soldaten nach Syrien zu verlegen. Zuvor hatte das US-Magazin „Newsweek“ mitgeteilt, das Pentagon wolle zudem 30 Abrams-Panzer in die Region schicken.

    Nach Angaben des TV-Senders „Fox News“ könnte die schwere Militärtechnik in der Provinz Deir ez-Zor stationiert werden. Die zusätzlichen Kräfte würden aus einer Einheit kommen, die bereits im Nahen Osten stationiert sei.

    Wie die Zeitung „The New York Times“ geschrieben hatte, wolle US-Präsident Donald Trump etwa 200 Sondereinsatzkräfte zum Kampf gegen IS-Terroristen in Ostsyrien lassen.

    Anfang Oktober hatte US-Präsident Donald Trump angeordnet, seine Truppen in Syrien aus der Grenzregion zur Türkei abzuziehen.

    Moskau-Ankara-Memorandum

    Am 17. Oktober verständigten sich der russische  Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan in der südrussischen Stadt Sotschi über ein Memorandum zur Lage in Syrien.

    Gemäß Punkt fünf dieses Dokuments werden das Militär Russlands und Syriens den Abzug der kurdischen Formationen samt Waffen auf 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze unterstützen, außerhalb der Zone der türkischen Operation „Friedensquelle“.

    Für den Abzug ihrer Truppen wurde den Kurden eine Frist von 150 Stunden eingeräumt, gerechnet vom 23. Oktober, 12.00 Uhr. Danach beginnen russisch-türkische Patrouillen in einem zehn Kilometer breiten Raum von der Grenze westlich und östlich der unter die Operation „Friedensquelle“ fallenden Region, mit Ausnahme der Stadt Kamisli.

    *eine Terrororganisation, in Russland verboten  

    ns/ap/sna

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Donald Trump, Newsweek, Terrormiliz Daesh, Ölfelder, Pentagon, Türkei, Russland, Syrien, USA