22:48 16 November 2019
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    Französischer Präsident Emmanuel Macron (Archivbild)

    Macron schätzt Moskau-Ankara-Deal zu Syrien positiv ein

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    Politik
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    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat bei einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die russisch-türkischen Vereinbarungen zu Syrien positiv eingeschätzt. Das teilte der Pressedienst des Kremls am Samstag mit.

    „Emmanuel Macron hat die von Russland und der Türkei getroffenen Vereinbarungen positiv eingeschätzt. Nach allgemeiner Meinung sind die im Sotschi-Memorandum vorgesehenen Maßnahmen eine gute Basis für die Stabilisierung im Euphrat-Raum und werden zur Regelung der Syrien-Krise im Allgemeinen beitragen“, heißt es.

    Unter anderem wurde bei dem Telefongespräch laut dem Pressedienst die Hoffnung zum Ausdruck gemacht, dass die erste Sitzung des syrischen Verfassungsausschusses konstruktiv und ergebnisvoll verlaufen werde.

    Zudem informierte Putin seinem französischen Amtskollegen über den Inhalt der russisch-türkischen Verhandlungen in Sotschi.

    „In Übereinstimmung mit der vorläufigen Vereinbarung hat Präsident Wladimir Putin bei einem Telefonat den Präsidenten Frankeichs, Emanuel Macron, über den Inhalt der russisch-türkischen Verhandlungen auf höchster Ebene am 22. Oktober in Sotschi informiert“, heißt es.

    Es wurde hervorgehoben, dass die Entscheidungen, die in einem bei diesem Treffen abgestimmten Memorandum verankert seien, die Interessen aller Seiten in Betracht ziehen und die Wiederherstellung der Souveränität und territorialen Integrität Syrien fördern.

    Zudem hätten sich Putin und Macron darüber verständigt, die Kontakte auf verschiedenen Ebenen fortzusetzen.

    Moskau-Ankara-Memorandum

    In der vorherigen Woche verständigten sich der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan in der südrussischen Stadt Sotschi über ein Memorandum zur Lage in Syrien.

    Gemäß Punkt fünf dieses Dokuments wird das Militär Russlands und Syriens den Abzug der kurdischen Formationen samt Waffen auf 30 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze unterstützen, außerhalb der Zone der türkischen Operation „Friedensquelle“. Für den Abzug ihrer Truppen wurde den Kurden eine Frist von 150 Stunden eingeräumt, gerechnet vom 23. Oktober um 12.00 Uhr. Danach beginnen russisch-türkische Patrouillen in einem zehn Kilometer breiten Raum von der Grenze westlich und östlich der unter die Operation „Friedensquelle“ fallenden Region, mit Ausnahme der Stadt Kamisli.

    ns/sb/sna

     

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron, Wladimir Putin, Türkei, Syrien, Frankreich, Russland