22:52 16 November 2019
SNA Radio
    IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi (Archiv)

    IS-Chef Baghdadi in Syrien angeblich gestorben – Medien

    © AP Photo / Militant video
    Politik
    Zum Kurzlink
    4611716
    Abonnieren

    Der Chef der Terrororganisation „Islamischer Staat“*, Abu Bakr al-Baghdadi, soll Medienberichten zufolge in Syrien gestorben sein.

    Ein „hochwertiges IS-Ziel“ sei in Idlib von US-geführten Kräften getötet worden, schreibt der Fernsehsender Fox News am Sonntag unter Berufung auf eine „gut platzierte“ Militärquelle. Es werde geglaubt, dass es sich bei dem Verstorbenen um Abu Bakr al-Baghdadi handle.

    US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz am 9. Oktober 2019 im Weißen Haus
    © REUTERS / JONATHAN ERNST
    Ein hochrangiger Beamter in der Administration des US-Präsidenten Donald Trump habe den Bericht später bestätigt.

    Der Terror-Anführer, auf den die US-Militärs offenbar 25 Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt hatten, sei am Samstag ums Leben gekommen, so der US-amerikanische TV-Sender CNN unter Verweis auf Quellen. Al-Baghdadi habe während einer US-Razzia allem Anschein nach eine Sprengstoffweste zur Explosion gebracht.

    Weitere Quellen

    Ein ranghoher Beamter der irakischen Aufklärung bestätigte gegenüber der Agentur RIA Novosti, Al-Baghdadi sei liquidiert worden.

    „Der Irak hat eine wesentliche Rolle bei der Liquidierung von Al-Baghdadi gespielt“.

    Zwei Quellen in den irakischen Sicherheitsdiensten sowie zwei iranische Offizielle teilten früher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen innerhalb Syriens mit, al-Baghdadi und sein persönlicher Leibwächter seien in Idlib getötet worden. Das Versteck des IS-Chefs sei entdeckt worden, als Al-Baghdadi versucht habe, seine Familie aus Idlib in Richtung der türkischen Grenze zu bringen.

    Trumps „sehr wichtige“ Mitteilung

    Früher hatte das Weiße Haus bekannt gegeben, dass Trump am Sonntag eine „sehr wichtige Mitteilung“ machen werde. Der Staatschef der Vereinigten Staaten schrieb am Sonntag auf Twitter, „etwas sehr Großes“ sei geschehen. Genauer ging er darauf allerdings nicht ein.

    IS-Anführer mehrfach totgesagt

    Al-Baghdadi wurde laut dem russischen Außenpolitiker Konstantin Kossatschow bereits zuvor mindestens fünfmal totgesagt. Medien berichteten über den Tod des IS-Chefs bei einem Luftschlag, an einer Verletzung sowie an einer Vergiftung. Die Berichte hätten jedoch keine Bestätigung.

    2017 gab Russlands Verteidigungsministerium beispielsweise bekannt, Dutzende IS-Befehlshaber und Hunderte Terroristen seien bei einem russischen Luftangriff auf Rakka getötet worden. Unter ihnen sei auch al-Baghdadi vermutlich gewesen.

    Im April dieses Jahres veröffentlichte die der Terrormiliz IS nahestehende Al-Furkan-Mediengruppe jedoch ein Video, das angeblich den IS-Anführer zeigt.

    US-Verbleib in Syrien

    Am Freitag bestätigte Pentagon-Chef Mark Esper, dass Washington Truppen nach Nordost-Syrien schicken würde, um den Schutz der dortigen Ölfelder vor IS-Terroristen zu sichern. Diese Entscheidung macht den vorherigen Beschluss der USA von Anfang Oktober teilweise rückgängig, ihre Streitkräfte aus der Region abzuziehen.

    Der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministers, Igor Konaschenkow, verurteilte das Vorgehen der Vereinigten Staaten in Bezug auf die syrischen Ölfelder als „internationales staatliches Banditentum“.

    Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte am Samstag Satellitenbilder, die eine Fortsetzung der rechtswidrigen Ölgewinnung durch die USA in Syrien zeigen sollen.

    *„Islamischer Staat” (IS), auch Daesh: Terrororganisation, in Russland verboten.

    mo/ae/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Abu Bakr al-Bagdadi