23:42 18 Januar 2020
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    Russische Militärpolizisten sind in der nordsyrischen Grenzstadt Kobane (Ain al-Arab) eingetroffen, um gemeinsam mit türkischen Soldaten die Waffenruhe nach dem Abzug der Kurdenmilizen zu überwachen. Dies teilte Offizier Michail Jelsukow am Sonntag mit.

    Er bestätigte, dass die kurdischen Milizen ihre Stellungen im Grenzgebiet zur Türkei räumen, um den einrückenden syrischen Truppen Platz zu machen. 

    Laut dem Memorandum of Understanding, das der russische Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan am Dienstag in Sotschi unterzeichneten, sollen russische Soldaten den Abzug der kurdischen Milizen aus einem Gebiet bis zu 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt unterstützen.

    150 Stunden zum Abzug

    Der Abzug hat spätestens in 150 Stunden ab 23. Oktober 12.00 Uhr abgeschlossen zu sein. Danach sollen gemeinsame russisch-türkische Patrouillen in einer Tiefe von bis zehn Kilometer in Grenznähe beginnen. Die Patrouillen sollen östlich und westlich von dem Gebiet der türkischen Militäroperation „Friedensquelle“ stattfinden. Die Stadt Qamishli ist hiervon ausgenommen.

    Noch am Dienstag hatte Putin den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad über die Vereinbarung mit Erdogan informiert. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte, bedankte sich Assad und erklärte sich bereit, das Memorandum einzuhalten.

    leo/ae

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Putin, Kobane, Militärpolizei, Kurden, Türkei, Syrien, Russland