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16:28 12 November 2019
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    Russland und die EU (Symbolbild)

    Erst dann werden Anti-Russland-Sanktionen abgeschafft – Österreichs Ex-Botschafter nennt Bedingung

    © Sputnik / Wladimir Sergeew
    Politik
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    Der ehemalige österreichische Botschafter in Russland Friedrich Bauer hat sich gegenüber der Agentur RIA Novosti über eine mögliche Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland ausgesprochen.

    Viele europäische Länder freuen sich laut Bauer, der zwischen 1990 und 1995 als Botschafter Österreichs in Russland tätig war, nicht über die antirussischen Sanktionen, darunter die Österreicher, die Italiener sowie teilweise die deutsche Industrie.

    Sanktionen zu verhängen sei leicht, aber es sei schwer, sie wieder aufzuheben. Bisher habe die Unterstützung der EU-Mehrheit selbst für eine schrittweise Abschaffung der Maßnahmen nicht gesichert werden können.

    Gruppe der EU-Länder soll gegen Anti-Russland-Sanktionen Stimme erheben

    Ein Land könnte auf seine Teilnahme an den Sanktionen verzichten. Das würde für die Maßnahmen, aber auch für dieses Land das Ende bedeuten. Deshalb könne dies niemand wagen. Es sei notwendig, dass sich eine Gruppe von Ländern gegen Sanktionen ausspreche.

    Die Sanktionen seien für Moskau zum Teil schädlich, zum Teil aber auch nützlich, so der Ex-Botschafter. Er führte Russlands Ernährungsindustrie als Beispiel an. Auf dem Markt würden wesentlich mehr russische Produkte angeboten als früher.

    Bauer fügte hinzu, dass die Sanktionen den Europäern, aber nicht den Amerikanern schaden würden.

    Wie Sputnik früher berichtete, hatte Friedrich Bauer die Meinung zum Ausdruck gebracht, die EU-Länder würden Nachteile erleiden, wenn sie zum heutigen Zeitpunkt die Gasleitung Nord Stream 2 aufgeben und stattdessen Gas aus den USA beziehen.

    Westliche Sanktionen gegen Russland

    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten hatten sich nach dem nationalistischen Umsturz in der Ukraine 2014 verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim nach einem entsprechenden Referendum auf der Halbinsel, die bis dahin Teil der Ukraine gewesen war, verhängten die USA und die EU politische und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland angewandt hatten, und wechselte zu Importersatz.

    mo/ae/sna

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    Tags:
    EU, Russland