13:54 20 November 2019
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    Treffen des US-Präsidenten Donald Trump (r.) und des nordkoreanischen Staatschefs  Kim Jong-un (Archiv)

    Washington darf enge Kim-Trump-Beziehungen nicht missbrauchen – Pjöngjang

    © AP Photo / Evan Vucci
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    Nordkorea hat den USA vorgeworfen, die Freundschaft zwischen seinem Staatschef Kim Jong Un und dem US-Präsidenten Donald Trump zu missbrauchen, und Washington aufgefordert, noch bis Jahresende Schritte zur Regelung der Lage auf der koreanischen Halbinsel zu unternehmen.

    „Die Beziehungen zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und den USA hätten sich mehrmals wegen der feindseligen und fehlerhaften Handlungen von Seiten der USA verschlechtern können“, zitiert die Koreanische Nachrichtenagentur (KCNA) die Erklärung des Chefs des nordkoreanischen Komitees für Frieden im Raum Asien-Pazifik, Kim Yong Chol, am Sonntag. Dank der Freundschaft zwischen Staatschef Kim Jong Un und (US-)Präsidenten Trump bestünden sie allerdings weiterhin. „Aber es gibt immer Schranken“, betonte Kim Yong Chol.

    Kim warnte die Vereinigen Staaten davor, die Jahresendfrist zu ignorieren und in der Hoffnung auf die „engen persönlichen Beziehungen“ zwischen dem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Staatschef Zeit zu schinden.

    Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staatschefs könnten nicht von der öffentlichen Meinung absehen und würden nicht garantieren, dass die Beziehungen zwischen ihren Ländern sich nicht verschlimmern, hieß es.

    Kim erinnerte an die „schöne diplomatische“ Redewendung „Wir haben weder ewige Verbündete noch ewige Feinde“. „Hoffentlich werde sie nicht zu dem Spruch ‚Es gibt zwar keine ewigen Freunde, dafür aber ewige Feinde‘“, äußerte er.

    Neue Gespräche in Schweden?

    Zuvor hatte das nordkoreanische Außenministerium bekannt gegeben, es hoffe auf die Überwindung aller Hindernisse in den Beziehungen mit den USA und rechne damit, dass Washington seine Verhaltensweisen bis zum Jahresende ändern werde.

    Nach dem Scheitern der US-nordkoreanischen Gespräche in Stockholm hatte Sonderbotschafter Kim Myong Gil den USA vorgeworfen, „mit leeren Händen“ zu den Verhandlungen gekommen zu sein und die Aufforderungen von Pjöngjang nicht berücksichtigt zu haben. Die US-Seite wies diese Anschuldigungen zurück: Die Diskussionen seien „gut“ gewesen und hätten eine Reihe von neuen „kreativen Ideen“ zutage gebracht, hieß es.

    Später drohte das nordkoreanische Außenministerium mit der Aussetzung der Verhandlungen, sollten die USA ihre „feindselige Politik“ nicht aufgeben und keine wirklichkeitsnahe Lösung zur Denuklearisierung sowie keine Sicherheitsgarantien bis zum Jahresende anbieten.

    Am Dienstag hatte der schwedische Sondergesandte Kent Härstedt bekannt gegeben, sein Land plane, die USA und Nordkorea im Laufe der nächsten Wochen erneut zu einem Arbeitstreffen einzuladen. Härstedt schätzte die Aussichten auf eine Fortsetzung der Gespräche als positiv ein und sagte, die beiden Gesprächsparteien hätten sich darauf eingestellt, die bestehende historische Möglichkeit in Anspruch zu nehmen.

    asch/ae

     

     

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    Tags:
    Kim Yong-chol, Beziehungen, Freundschaft, Verhandlungen, Gespräche, Kim Jong Un, Donald Trump, Nordkorea, USA