22:23 16 November 2019
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    auf dem Bild - IS-Anführer al-Baghdadi (Archiv)

    Trump bestätigt Tod des IS-Chefs al-Baghdadi

    © AP Photo / Manish Swarup
    Politik
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    Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat am Sonntag den Tod des Chefs der Terrororganisation „Islamischer Staat“*, Abu Bakr al-Baghdadi, bestätigt.

    Trump zufolge beging der Terror-Anführer Selbstmord, indem er eine Sprengstoffweste zur Explosion brachte. Zahlreiche Begleiter al-Baghdadis hätten ebenfalls ihr Leben gelassen.

    Flucht in die Sackgasse

    Al-Baghdadi habe versucht, mit dreien seiner Kinder über einen Tunnel zu flüchten, so Trump. Jedoch habe sich der Tunnel als eine Sackgasse erwiesen. Der IS-Anführer habe sich durch einen Sprengstoffgürtel selbst getötet und dabei drei seiner Kinder mit in den Tod gerissen.

    Als der IS-Chef seine Sprengstoffweste zur Explosion gebracht habe, sei der Tunnel auf die Flüchtigen gestürzt.

    Mit Hilfe eines DNA-Tests sei Al-Bagdadi 15 Minuten nach seinem Ableben identifiziert worden. Die festgenommenen Islamisten seien nun in Haft.

    Frauen des IS-Chefs festgenommen

    Laut Trump wurden mehrere IS-Kämpfer sowie al-Baghdadis zwei Ehefrauen gefangengenommen. Beide hätten Sprengstoffgürtel getragen, die nicht detoniert seien.

    Der Einsatz sei in Syriens nordwestlicher Provinz Idlib durchgeführt worden, zitiert die Nachrichtenagentur AP den Präsidenten. Kein US-Militär sei im Laufe der Operation getötet oder verletzt worden.

    Trump dankt Moskau

    Der US-Präsident dankte „Russland, der Türkei, Syrien und dem Irak“ für die Hilfe beim Einsatz gegen al-Baghdadi.

    Moskau habe die Vereinigten Staaten „großartig behandelt“. Es habe den Luftraum über dem von Russland kontrollierten Territorium Syriens für Washingtons Hubschrauber geöffnet, die bei der Operation gegen den IS-Chef beteiligt waren.

    Trumps „sehr wichtige“ Mitteilung

    Früher hatte das Weiße Haus bekannt gegeben, dass Trump am Sonntag eine „sehr wichtige Mitteilung“ machen werde. Der Staatschef der Vereinigten Staaten schrieb am Sonntag auf Twitter, „etwas sehr Großes“ sei geschehen. Genauer ging er darauf allerdings nicht ein.

    IS-Anführer mehrfach totgesagt

    Al-Baghdadi wurde laut dem russischen Außenpolitiker Konstantin Kossatschow bereits zuvor mindestens fünfmal totgesagt. Medien berichteten über den Tod des IS-Chefs bei einem Luftschlag, an einer Verletzung sowie an einer Vergiftung. Die Berichte hätten jedoch keine Bestätigung.

    2017 gab Russlands Verteidigungsministerium beispielsweise bekannt, Dutzende IS-Befehlshaber und Hunderte Terroristen seien bei einem russischen Luftangriff auf Rakka getötet worden. Unter ihnen sei auch al-Baghdadi vermutlich gewesen.

    Im April dieses Jahres veröffentlichte die der Terrormiliz IS nahestehende Al-Furkan-Mediengruppe jedoch ein Video, das angeblich den IS-Anführer zeigt.

    *„Islamischer Staat” (IS), auch Daesh: Terrororganisation, in Russland verboten.

    mo/ae/sna

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    Tags:
    Abu Bakr al-Baghdadi, Donald Trump