01:28 21 November 2019
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    US-Soldaten in Syrien (Archiv)

    US-Militärs kommen in Syriens Ölregion

    © Foto: U.S. Army / Staff Sgt. Timothy R. Koster
    Politik
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    Eine Gruppe US-Militärs ist in der Nacht auf Montag aus dem Irak nach Syrien zurückgekehrt und soll in einer ölreichen Region im nordöstlichen Syrien stationiert worden sein. Das berichtet ein Sputnik-Korrespondent unter Berufung auf Quellen in der Region.

    Die Militärs kamen demnach mit einem Konvoi gepanzerter Fahrzeuge und befinden sich in der Region Tell Beydar zwischen den Städten al-Hasaka und Ad Darbasiyah. Am östlichen Euphrat-Ufer sind rund 90 Prozent aller syrischen Kapazitäten zur Ölgewinnung konzentriert.

    Die Gruppe soll die irakisch-syrische Grenze über den Übergang Semelka gequert haben. Die Sicherheit der Konvois sei sowohl vom Boden als auch aus der Luft gewährleistet worden. Laut dem Bericht wird Washington in der nächsten Zeit noch eine Militärgruppe in die Region schicken.

    Am 26. Oktober hatte das staatliche syrische Fernsehen berichtet, eine Kolonne der US-Truppen marschiere, aus dem Irak kommend, durch einen illegalen Grenzübergang in das syrische Gouvernement al-Hasaka ein.

    Russlands Verteidigungsamt will US-Ölschmuggel in Syrien bewiesen haben

    Der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministers, Igor Konaschenkow, verurteilte das Vorgehen der USA in Bezug auf die syrischen Ölfelder als „internationales staatliches Banditentum“.

    Das Amt hatte am 26. Oktober Satellitenbilder veröffentlicht, die eine Fortsetzung der rechtswidrigen Ölgewinnung durch die USA in Syrien zeigen sollen. Der Behörde zufolge weisen die vom Weltraumgeheimdienst vorgelegten Bilder darauf hin, dass das „unter dem zuverlässigen Schutz der US-Truppen“ befindliche Öl in Syrien von ihnen gewonnen und zur Bearbeitung aus Syrien abtransportiert worden sei. Dies sei sowohl vor als auch nach der Niederlage der Terrormiliz „Islamischer Staat“* in dieser Region geschehen.

    US-Truppen-Abzug aus Syrien

    Am 7. Oktober hatte US-Präsident Trump angeordnet, rund eintausend US-Militärs aus dem Nordosten Syriens abzuziehen. Etwa 200 bis 300 Soldaten sollen dennoch in dem Militärstützpunkt At-Tanf bleiben.

    Der Abzug verläuft laut dem US-Verteidigungsminister, Mark Esper, in Richtung Irak. Bagdad zufolge handelt es sich aber um Transit. Der irakische Verteidigungsminister Najah al-Sammari teilte nach einem Treffen mit Esper mit, dass die aus Syrien abziehenden US-Truppen den Irak „binnen vier Wochen“ verlassen werden.

    US-Streitkräfte bleiben teilweise in Syrien

    Der Pentagon-Chef bestätigte am 25. Oktober, dass Washington Truppen nach Nordost-Syrien schicken würde, um den Schutz der dortigen Ölfelder vor IS-Terroristen zu sichern. Diese Entscheidung macht den vorherigen Beschluss der USA von Anfang Oktober teilweise rückgängig, ihre Streitkräfte aus der Region abzuziehen.

    *Auch IS / Daesh: Terrororganisation, in Russland verboten

    mo/ae/sna

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    Tags:
    Syrien, USA