17:45 03 August 2020
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    Mit Entsetzen hat der Zentralrat der Juden auf den hohen Stimmenanteil der AfD bei der Landtagswahl in Thüringen reagiert. Laut dem Präsidenten des Zentralrats, Josef Schuster, besteht gerade in Thüringen kein Zweifel an der rechtsnationalen Ausrichtung der AfD und er kann daher die „Ausrede der Protestwahl“ nicht gelten lassen.

    „Fast ein Viertel der Wähler in Thüringen hat sich für eine rechtsradikale Partei entschieden“, sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Montag. Viele AfD-Wähler hätten sich „mit billiger rassistischer Stimmungsmache und Abwertung der regierenden Parteien einfangen lassen“

    Ferner fuhr er fort: „Wer AfD wählt, wählt den Weg in ein antidemokratisches Deutschland.“

    Der CDU-Generalsekretär Raymond Walk hält seinerseits an der Absage an Koalitionen mit AfD und Linke fest.

    „Wir haben ausgeschlossen, dass es Koalitionen mit den Rändern geben wird, also sowohl mit links als auch mit der AfD“, sagte Walk der DPA. Das was vor der Wahl gelte, müsse auch nach der Wahl Bestand haben. „Das gehört zur glaubwürdigen Politik mit dazu.“

    Wahlergebnis der AfD in Thüringen

    Die AfD hatte am Sonntag mehr als 23 Prozent der Stimmen erhalten. Sie zieht damit als zweitstärkste Kraft in den neuen Landtag ein. Vorsitzender der Thüringer AfD ist Björn Höcke, der die Partei auch als Spitzenkandidat in die Wahl geführt hatte. Er ist Gründer des rechtsnationalen „Flügels“. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft diese Vereinigung innerhalb der AfD als Verdachtsfall im rechtsextremen Spektrum ein.

    sm/ae

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    Tags:
    Juden, AfD, Thüringen