20:15 14 November 2019
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    Russlands Botschaft in Sofia, Bulgarien (Archiv)

    Bulgarien weist russischen Diplomaten aus

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    Politik
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    Bulgarien hat einen russischen Diplomaten ausgewiesen. Dies meldet die örtliche Nachrichtenagentur „Focus“ am Montag unter Berufung auf das Außenministerium in Sofia. Dem Diplomaten wird Spionagetätigkeit vorgeworfen. Er soll das Land bereits verlassen haben.

    Das Außenministerium Bulgariens hat von Moskau die Abberufung des russischen Diplomaten gefordert, nachdem die bulgarische Generalanwaltschaft zuvor verkündet hatte, angesichts der diplomatischen Immunität des Beschuldigten die Ermittlungen gegen den russischen Staatsangehörigen eingestellt zu haben. Ihm wurde Spionagetätigkeit vorgeworfen.

    Nach Angaben des bulgarischen Außenministeriums ist der Diplomat am Montag abberufen worden. Er habe das Land bereits verlassen.

    Sofia hat zu der Ausweisung bislang keine Stellung genommen.

    Ausweisung wegen Spionageverdachts

    In den letzten Jahren gab es mehrere Fälle, in denen russische Staatsbürger aus anderen Ländern ausgewiesen wurden. Zum Beispiel hatte am 4. Oktober vorigen Jahres die Niederlande bekannt gegeben, vier russische Staatsbürger am 13. April (2018) ausgewiesen zu haben. Den Russen soll zur Last gelegt worden sein, einen Hacker-Angriff auf die in Haag ansässige Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) angeblich vorbereitet zu haben. Am 8. Oktober überreichte das russische Außenministerium an Regina Jones-Bos eine Protestnote.

    Das Außenamt stufte die Beschuldigungen als „eine weitere inszenierte Propaganda-Aktion“ ein. Demnach fügt die „antirussische Spione-Manie-Kampagne“ den zweiseitigen Beziehungen einen beträchtlichen Schaden zu. Die Erklärung der Niederlande sei im Vorfeld der OPCW-Sitzung am 9. Oktober abgegeben worden, um einen „notwendigen“ politischen Hintergrund für widerrechtliche Initiativen zu schaffen.
    mka/gs 

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    Tags:
    Diplomat, Russland, Bulgarien