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    Erstmals seit sechs Jahrzehnten soll eine amerikanische Trägerrakete wieder über Kuba ins All fliegen. Diese Flugbahn wird nicht mehr benutzt, seitdem ein Raketen-Absturz im November 1960 einen Skandal ausgelöst hatte.

    Die USA hatten in den 1960er Jahren das Kap Canaveral benutzt, um Satelliten Richtung Süden zu starten und auf polnahe Umlaufbahnen zu bringen. Bei einem Fehlstart im November 1960 stürzten die Trümmer einer Thor-Trägerrakete auf Kuba ab und stießen damit einen internationalen Skandal an. 

    Havanna
    © Sputnik / Mikhail Voskresenskiy

    Seitdem erfolgen die Satellitenstarts auf diese Umlaufbahnen vorwiegend vom kalifornischen Militärstützpunkt Vandenberg aus. Die Flugbahn der Raketen, die in Ausnahmefällen doch vom Kap Canaveral in südlicher Richtung abheben, wurde so geändert, dass sie nur einen kleinen Teil des kubanischen Territoriums überfliegen.

    Neuer Start 2020

    Das soll sich bald ändern. Nach Angaben des Fachportals „Nasa Space Flight“ will das private Raumfahrtunternehmen SpaceX im März kommenden Jahres eine Rakete des Typs Falcon-9 mit einem argentinischen Erdsondierungssatelliten an Bord vom Kap Canaveral aus Richtung Süden starten. Ihre Flugbahn soll dabei über Kuba führen, berichtet das Portal unter Berufung auf das Raumfahrtunternehmen SpaceX und die US-Luftwaffe.

    Für den Fall der Fälle sei die Trägerrakete mit Selbstzerstörungsautomatik ausgestattet, die einspringen soll, sollte Falcon-9 von der vorgegebenen Flugbahn abkommen. Ob Kuba seine Zustimmung erteilt hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

    sp/ae

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    Tags:
    Skandal, Start, Falcon, SpaceX, Kuba, USA