20:38 14 November 2019
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    US-Verteidigungsminister Mark Esper am 24. Oktober 2019

    Kampf geht weiter: US-Ziel bleibt dauerhafte IS-Niederlage – Esper

    © REUTERS / Francisco Seco/Pool
    Politik
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    Nach dem Tod des Chefs der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh), Abu Bakr al-Baghdadi, den zuvor US-Präsident Donald Trump erklärt hatеу, wollen die USA laut Verteidigungsminister Mark Esper den Kampf gegen die terroristische Gruppe trotz reduzierter Truppenstärke in Syrien fortsetzen.

    „Unsere Mission in Syrien heute ist dieselbe wie zu Beginn unserer Operationen 2014: Die dauerhafte Niederlage des IS zu ermöglichen“, so Esper am Montag im Pentagon.

    Die aktuelle Verlegung von US-Truppen innerhalb Syriens solle dies ermöglichen, während zugleich ein Teil der Militärs nach Hause geschickt werde, sagte er weiter. „Diejenigen, die bleiben, werden weiterhin Anti-Terror-Einsätze ausführen, während sie in engem Kontakt mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) stehen, die an unserer Seite gekämpft haben“, heißt es im auf der Pentagon-Webseite publik gemachten Transkript seiner Rede. 

    „Warnung für Terroristen“

    Ferner erläuterte er:

    „Baghdadis Tod wird die Welt nicht vom Terrorismus befreien oder den Konflikt in Syrien beenden.“

    Dieser werde jedoch eine Warnung für Terroristen sein, die glaubten, sich verstecken zu können.

    „Die Vereinigten Staaten haben, mehr als jeder andere Staat der Welt, die Macht und den Willen, jene bis ans Ende der Welt zu jagen, die dem amerikanischen Volk Schaden zufügen wollen.“

    Trump erklärt Tod von IS-Chef

    Am Sonntag hatte der amerikanische Präsident Donald Trump bekanntgegeben, dass IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi von US-geführten Kräften in Idlib getötet worden sei.

    Al-Baghdadi habe während eines US-Einsatzes allem Anschein nach eine Sprengstoffweste zur Explosion gebracht. Das Versteck des IS-Chefs sei entdeckt worden, als Al-Baghdadi versucht habe, seine Familie aus Idlib in Richtung der türkischen Grenze zu bringen.

    Moskau zeigt sich zweifelhaft

    Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow verwies später darauf, dass Al-Baghdadi zuvor schon mindestens fünfmal totgesagt worden sei. In diesem Zusammenhang fordere Moskau Beweise.

    Darüber hinaus wurde keine Luftaktivität der USA in den letzten Tagen über der von Russland kontrollierten Deeskalationszone Idlib registriert, wo das US-Militär den Einsatz zur Vernichtung des IS-Chefs unternommen haben will.

    Laut dem russischen Verteidigungsministerium hat Moskau auch den Luftraum über dem von Russland kontrollierten Territorium Syriens für Washingtons Hubschrauber, die bei der Operation gegen den IS-Chef beteiligt gewesen sein sollen, nicht geöffnet.

    Trump verkündet IS-Niederlage

    US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember vergangenen Jahres den Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien verkündet. Seinen Worten zufolge war das der einzige Grund für den dortigen Aufenthalt amerikanischer Truppen.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    ak/ae/dpa

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    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Niederlage, Terrormiliz Daesh, Pentagon, Mark Esper, Syrien, USA