20:44 14 November 2019
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    Textil (Symbolbild)

    IS-Spitze Al-Baghdadi gab sich als Textilverkäufer aus – Medien

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    Politik
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    Die Einwohner des Dorfes Barisha im Nordwesten von Syrien haben den Anführer der Terrormiliz IS* Abu Bakr al-Baghdadi als Textilverkäufer gekannt. Darüber schreibt die türkische Zeitung „Daily Sabah“.

    Wie die Einheimischen der Zeitung mitteilten, wohnte der Terroristenanführer in einem großen Haus, umgeben von hohen Betonmauern, etwa einen halben Kilometer vom Dorf entfernt.

    „Dort war ein großes Haus und der Mensch, der dort wohnte, war als Textilverkäufer namens Abu Muhammad Halabi bekannt“, zitiert die Zeitung einen Einwohner von Barisha.

    Die Nachbarn hielten den Terroristen und seine Familie für Migranten.

    Die US-Militärs seien am 27. Oktober in das Dorf gekommen. Der Einsatz gegen den IS-Chef habe etwa vier Stunden gedauert. Dabei seien mehrere weitere Häuser im Dorf beschädigt worden, so der Sprecher. Das Haus von al-Baghdadi wurde laut der Zeitung von einer Drohne vernichtet.

    Al-Baghdadi (echter Name Ibrahim Awad Ibrahim al-Badri) ist als Terroristenanführer seit 2014 bekannt, als er in einer Moschee in dem vom Islamischen Staat eroberten Mossul die Gründung des „islamischen Kalifats“ im Nahen Osten proklamiert hatte. Seitdem hat es mehrere Medienberichte über seinen angeblichen Tod gegeben.

    Nach Angaben der Zeitung „The Washington Post“ ist der Einsatz der US-Soldaten gegen al-Baghdadi dank einem Informanten aus der näheren Umgebung des Terroristen möglich geworden.

    Trump erklärt IS-Chef für tot

    US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen  Sonntag den Tod des IS-Anführers Abu Bakr Al-Baghdadi bei einem US-Angriff im Nordwesten Syriens bekannt gegeben. Trump zufolge flüchtete al-Baghdadi während des Angriffs in einen Tunnel, wo er einen Sprengstoffgürtel gezündet und sich selbst sowie drei seiner Kinder in die Luft gesprengt hat. Dabei bedankte sich Trump bei Russland, der Türkei, Syrien und dem Irak für die dabei erwiesene Hilfe.

    Russland will zuverlässige Beweise

    Russland hat jedoch laut dem Außenministerium in Moskau keine zuverlässigen Angaben über den Tod des Terroristen. Allerdings hieß es vonseiten des Kremls, dass Trump einen wichtigen „Beitrag  zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus“ geleistet hätte, sollte sich der Tod des IS-Chefs bestätigen.

    *Islamischer Staat, IS, Terrormiliz Daesch, in Russland verboten

    om/gs

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    Tags:
    Terroristen, Vernichtung, USA, Einsatz, Syrien, Terrormiliz, Abu Bakr al-Baghdadi