04:19 18 November 2019
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    Bau der Pipeline Nord Stream 2 (Archiv)

    Dänemark gibt Nord Stream 2 grünes Licht

    © Foto: Nord Stream/Axel Schmidt
    Politik
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    Dänemark hat laut der Energieagentur des Landes (DEA) am Mittwoch eine Genehmigung für den Bau des Gaspipeline-Projekts  Nord Stream 2 erteilt.

    „Die dänische Energieagentur hat dem Unternehmen Nord Stream 2 AG die Genehmigung zum Bau eines Abschnitts der Gaspipeline Nord Stream 2 auf dem dänischen Festlandsockel südöstlich von Bornholm in der Ostsee erteilt“, heißt es in der Erklärung.

    Die Genehmigung werde gemäß dem Gesetz über den Festlandsockel und den im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen festgeschriebenen Verpflichtungen Dänemarks ausgestellt. Dänemark ist verpflichtet, den Bau von Transitpipelines unter Berücksichtigung der Ressourcen und der Umwelt zu erlauben und falls notwendig die Route solcher Pipelines anzugeben.

    Nord Stream 2

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Jahresgesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas vor. Die Stränge sollen parallel zur bereits bestehenden Pipeline Nord Stream von der russischen Ostseeküste bis nach Deutschland verlaufen. Die Gasleitung soll durch die Territorialgewässer und die ausschließlichen Wirtschaftszonen der Ostseeanrainer — Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland – führen. Fast alle Länder, durch deren Hoheitsgewässer die Leitung gebaut wird (Russland, Deutschland, Finnland und Schweden), haben bereits zugestimmt.

    Projekt von mehreren Ländern abgelehnt

    Eine Reihe von Ländern, vor allem die Ukraine, lehnt das Projekt ab. Kiew befürchtet, dass es nach der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 zum Stopp des russischen Gastransits kommen werde. Zudem sind die USA negativ gegenüber dem Projekt eingestellt, weil sie ambitionierte Pläne zum Export ihres Flüssiggases nach Europa entwickeln. Als politisch stufen das Projekt auch Litauen, Lettland und Polen ein. 

    Russland hatte indes wiederholt dazu aufgefordert, die neue Gaspipeline nicht als Einflussinstrument wahrzunehmen. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin betrachtet Moskau das Projekt ausschließlich als kommerzielles Vorhaben. Die Regierung Russlands hatte mehrfach betont, dass der Bau von Nord Stream 2 auf den Anstieg des Verbrauchs von Erdgas in Europa zurückzuführen sei.

    sm/ae

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    Tags:
    Genehmigung, Nord Stream 2, Dänemark