22:23 16 November 2019
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    auf dem Bild - IS-Anführer al-Baghdadi (Archiv)

    Tötung des IS-Chefs: Pentagon lüftet Details zum Einsatz und zeigt Videos

    © AP Photo / Manish Swarup
    Politik
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    Bei der jüngst stattgefundenen Pressekonferenz hat das Pentagon zum ersten Mal Aufnahmen des Militäreinsatzes gegen den Anführer der Terrormiliz IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh), Abu Bakr al-Baghdadi, im Nordwesten Syriens veröffentlicht sowie andere Details zur Operation bekanntgegeben.

    General Kenneth Frank McKenzie, Chef des US-amerikanischen Zentralkommandos, zeigte eine Reihe von Bildern und Videos des Überfalls, der laut US-Aussagen am Wochenende zum Tod des IS-Chefs führte.

    Details zu Attacke

    Die Attacke fand demnach in der Nacht auf Sonntag statt.

    „Hier sehen wir das Objekt (…), in dem sich Baghdadi versteckte. Wie ich früher betonte, befand sich dieses isolierte Gelände in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens“, sagte McKenzie.

    Laut seinen Aussagen kann man auf Aufnahmen sehen, wie die Kämpfer beginnen, auf US-Flugzeuge zu schießen, die sich am Einsatz beteiligen:

    ​Ferner erläuterte er, dass beim Einsatz alle notwendigen Maßnahmen ergriffen worden seien, um Opfer unter Zivilisten zu verhindern sowie die Kinder zu schützen, die sich angeblich auf diesem Gelände befunden haben sollen.

    Zahl der Todesopfer

    „Fünf IS-Mitglieder auf dem Territorium des Objektes haben Gefahr für die Spezialkräfte dargestellt. Sie reagierten nicht auf Befehle zur Aufgabe in der arabischen Sprache“, sagte McKenzie weiter. Diese seien getötet worden. Darunter seien vier Frauen und ein Mann gewesen. Der US-General fügte hinzu, dass al-Baghdadi sich beim Nähern der US-Spezialkräfte in die Luft gesprengt und zwei junge Kinder mit in den Tod gerissen habe. Zuvor sprach man von drei Kindern.

    „Insgesamt sechs IS-Mitglieder kamen ums Leben auf diesem Objekt: vier Frauen und zwei Männer, darunter Baghdadi“, betonte McKenzie.

    Die Kinder, die mit al-Baghdadi getötet wurden, waren demnach wahrscheinlich „unter 12 Jahre alt". McKenzie geht davon aus, dass der IS-Chef aus dem Tunnel habe schiessen können, bevor er den Sprengstoff an seinem Körper zur Detonation gebracht habe.

    DNA-Analyse

    McKenzie sagte weiter, dass die DNA-Analyse „zweifelsohne“ gezeigt habe, dass beim Einsatz al-Baghdadi eliminiert worden sei. Der Leichnam des IS-Chefs sei nach der Identifizierung auf See bestattet worden. Dies sei im Einklang mit dem Kriegsrecht innerhalb von 24 Stunden nach seinem Tod geschehen.

    Ferner teilte er mit, dass die US-Spezialkräfte vor Ort Dokumente und elektronische Geräte entdeckt hätten. 

    Neue Angaben zum Vierbeiner 

    Bei dem Hund, der sich bei der Operation auch beteiligt hat und dessen Foto später US-Präsident Donald Trump veröffentlicht hat, handelt es sich um den vier Jahre alten Veteran des SOCOM K-9-Programms. Er soll an 50 Kampfmissionen teilgenommen haben. Der Hund sei inzwischen wieder im Dienst.

    „Diese Tiere schützen US-Truppen, retten die Leben von Zivilisten, trennen Kämpfer und Nicht-Kämpfer und immobilisieren Individuen, die sich feindlich verhalten“, sagte McKenzie.

    Trump bestätigt Tod von IS-Chef

    US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag den Tod des Chefs der Terrororganisation „Islamischer Staat“, Abu Bakr al-Baghdadi, bestätigt.

    Kreml kommentiert

    Aus dem Kreml hieß es später: Falls der Tod des IS-Chefs bestätigt werde, könne man von einem ernsthaften Beitrag des US-Präsidenten Donald Trump im Kampf gegen internationalen Terrorismus sprechen.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    ak/tm

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    Tags:
    Kenneth F. McKenzie, Tötung, Abu Bakr al-Baghdadi, Einsatz, Pentagon, USA