03:01 15 November 2019
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    Eine Rakete (Symbolbild)

    Seoul meldet weitere nordkoreanische Raketenstarts

    © Sputnik / Ildus Giljasutdinow
    Politik
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    Pjöngjang soll am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) zwei Raketen eines bisher nicht festgestellten Typs in Richtung Japanisches Meer abgefeuert haben. Das hat das südkoreanische Verteidigungsministerium bekannt gegeben.

    Die Raketenstarts erfolgten laut dem Verteidigungsministerium Südkoreas von der nordkoreanischen Provinz Pyongan-namdo aus. Man verfolge die Lage bezüglich möglicher neuer Raketenstarts.

    Südkoreanische Soldaten an der Grenze zu Nordkorea (Archiv)
    © AP Photo / Ahn Young-joon
    Das Amt präzisierte, dass der erste der zwei „nicht identifizierten Flugkörper“ um 16.35 Ortszeit (08.35 MEZ) abgefeuert worden sei. Das zweite Geschoss sei um 16.38 (08.38 MEZ) registriert worden.

    Die Flugkörper hätten eine Strecke von rund 370 Kilometern zurückgelegt und eine Höhe von 90 Kilometern erreicht. Laut der südkoreanischen Behörde handelt es sich um Geschosse „mit kurzer Reichweite“.

    Wegen des jüngsten nordkoreanischen Tests hält Seoul eine außerordentliche Sitzung des Rates für die nationale Sicherheit ab, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

    Japans Angaben

    Tokio bestätigte Seouls Angaben über zwei nordkoreanische Raketen. Wie der japanische Verteidigungsminister, Taro Kono, am Donnerstag vor der Presse bekannt gab, seien die Geschosse zwischen 350 und 400 Kilometer auf einer Höhe von 100 Kilometern geflogen.

    Laut Japans Premier, Shinzo Abe, handelt es sich bei den Flugkörpern höchstwahrscheinlich um ballistische Raketen von kurzer Reichweite. Der Politiker verurteilte die Starts.  

    Vor einem angeblichen Raketenstart Nordkoreas warnte früher die japanische Küstenwache. Wie Japans Verteidigungsamt später mitteilte, würde der nordkoreanische Flugkörper das japanische Territorium nicht erreichen und außerhalb Tokios ausschließlicher Wirtschaftszone niedergehen.

    Anfang Oktober hatte Nordkorea nach eigenen Angaben eine neuartige U-Boot-Rakete (SLBM) vom Typ Pukguksong-3 getestet.

    Treffen zwischen Pjöngjang und Washington

    Der US-Präsident, Donald Trump, und Nordkoreas Staatschef, Kim Jong Un, hatten Ende Juni bei einem Treffen an der innerkoreanischen Grenze Verhandlungen auf Arbeitsebene vereinbart. Im Februar war ein Gipfeltreffen der beiden in Vietnam gescheitert. Beide kamen in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung auf keinen grünen Zweig.

    Auch die Anfang Oktober stattgefundene Atomgesprächsrunde in Stockholm zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten scheiterte. Der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Myong Gil legte den Misserfolg der US-amerikanischen Seite zur Last. Die Erwartungen Nordkoreas seien nicht erfüllt worden.

    Militärübung vor der Koreanischen Halbinsel

    Am Dienstag hatte die südkoreanische Kriegsmarine gemeinsam mit ihren Kollegen aus Australien vor der Koreanischen Halbinsel eine dreitägige Übung begonnen. Das erkläre Ziel besteht darin, das gemeinsame Vorgehen bei kombinierten Operationen zu trainieren.

    mo/tm/sna

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    Südkorea, Nordkorea