19:45 14 November 2019
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    AK-12, die jüngste Modifikation des weltberühmten Sturmgewehrs AK-47 (Archiv)

    US-Experte: Russland will mit S-400 wie mit Kalaschnikow weltweit expandieren

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    Russland hat nach Worten eines US-Experten Pläne, sein Luftabwehrsystem S-400 wie seinerzeit die Kalaschnikow-Maschinenpistole weltweit zu verbreiten.

    „Ein weiter Weg ist zurückgelegt, seit (das Sturmgewehr) AK-47 zu einem universellen Symbol der von der UdSSR unterstützten Aufständischenbewegungen von Südostasien bis Afrika geworden ist“, erklärte Clarke Cooper, für die Militärpolitik zuständiger Berater von US-Außenminister Mike Pompeo, am Donnerstag.

    Russland arbeite derzeit intensiv daran, diverse Modifikationen seiner Raketenabwehrsysteme weltweit aufzuzwingen.

    Russland steht US-Rüstungsexporten im Wege

    “Angesichts des Bedarfs seiner Partner an Sicherheitssystemen ist Russland bestrebt, mithilfe von S-400-Komplexen die USA daran zu hindern, die fortgeschrittensten Verteidigungsmittel zu exportieren”, meinte Cooper. “Wir leben in einer komplizierten Zeit. Wir wären naiv, wenn wir gedacht hätten, dass andere Länder keine andere Wahl haben als ausschließlich Partner Amerikas zu werden”, sagte er.

    In der Vorwoche hatten Medien berichtet, dass die USA immer noch versuchen, die Türkei zum Verzicht auf russische Raketenabwehrsysteme S-400 zu bewegen.

    S-400-Deal

    Russland und die Türkei hatten im Dezember 2017 ein Kreditabkommen zur S-400-Lieferung unterzeichnet. Ankara kauft demnach zwei Batterien, die von türkischen Militärs bedient werden sollen. Zwei weitere Batterien sollen in der Türkei montiert werden.

    Die Lieferungen russischer S-400 in die Türkei begannen Mitte Juli. Mitte September wurde die zweite Lieferphase abgeschlossen. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird der S-400 im April 2020 voll einsatzbereit sein.

    Türken wollen auch Patriot-Systeme

    Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar zeigte sich in der Vorwoche in einem Reuters-Interview zuversichtlich, dass Probleme in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten überwunden werden könnten und Ankara weiterhin am F-35-Programm teilnehmen werde. Außerdem schloss er nicht aus, dass die Türkei die amerikanischen Patriot-Luftverteidigungssysteme kaufen könnte.

    am/

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    Vergleich, Kalaschnikow-Maschinenpistole, Raketenabwehrsystem S-400, Clarke Cooper, Türkei, Russland, USA