21:54 16 November 2019
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    IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi (Archivbild)

    Russischer Nachrichtendienst: Noch kein DNA-Test zum Nachweis des Todes von IS-Chef

    © AP Photo / Militant video
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    Der russische Auslandsnachrichtendienst (SWR) hat laut seinem Chef Sergej Naryschkin keine DNA-Daten erhalten, die den Tod des Anführers der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh)*, Abu Bakr al-Baghdadi, bestätigen würden. Deswegen kann der SWR den Tod des IS-Chefs nach jetzigem Stand nicht anerkennen.

    „Wir haben kein genetisches Material erhalten, das mit 100-prozentiger Sicherheit bestätigen könnte, (dass Al-Baghdadi getötet wurde – Anm. d. Red.)", sagte Naryschkin am Freitag gegenüber Journalisten.

    Tod von Al-Baghdadi

    Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump bekannt gegeben, dass der IS-Chef, Abu Bakr al-Baghdadi, von US-geführten Kräften in der syrischen Provinz Idlib getötet worden sei. Al-Baghdadi soll sich mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gesprengt haben.

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat hingegen erklärt, Russland verfüge über keine zuverlässigen Informationen, die auf eine vor kurzem durchgeführte Operation zur Liquidierung von al-Baghdadi durch US-Militärs hinweisen würden. Die Vereinigten Staaten haben bisher keinerlei Belege vorgelegt. US-Präsident Donald Trump hatte via Twitter lediglich eine Aufnahme veröffentlicht, auf der jener Hund zu sehen ist, der den IS-Chef bis zu dessen Tod verfolgte.

    Wie der Nachrichtenkanal der Terrormiliz „Islamischer Staat“ Amaq mitteilte, habe die IS-Terrormiliz indes den Tod ihres Anführers Al-Baghdadi bestätigt und bereits einen Nachfolger ernannt.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    ns/mka/sna

     

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    Tags:
    Donald Trump, Igor Konaschenkow, Agentur Amaq, Terrormiliz Daesh, Bestätigung, DNA, Tod, Abu Bakr al-Baghdadi, russischer Auslandsnachrichtendienst SWR, Russland