18:15 29 Januar 2020
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    Flugreisende müssen nun auf neue Streiks bei der Deutschen Lufthansa achten. Die Gewerkschaft UFO (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) will am Montagnachmittag neue Aktionen bekanntgeben. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf eine am Freitag veröffentlichte Mitteilung von UFO.

    Zuvor hätten sich die Mitglieder in einer Urabstimmung „mit überwältigender Mehrheit“ für weitere Ausstände ausgesprochen, heißt es im Bericht.

    Die Lufthansa sei auf einen weitreichenden Vorschlag zur Beendigung sämtlicher Arbeitskämpfe nicht eingegangen. Daher sehe sich die Gewerkschaft gezwungen, wieder auf Streiks zurückzugreifen, sagte die Vorsitzende Sylvia De la Cruz. UFO-Vizechef Daniel Flohr werde diese am Montag um 14.00 Uhr (MEZ) per Videobotschaft ankündigen.

    Am 20. Oktober hatte UFO Warnstreiks bei mehreren Lufthansa-Airlines abgehalten. Der Gewerkschaft zufolge fielen damals mehr als 200 Flüge aus.

    Einem Medienbericht zufolge kündigte die Lufthansa daraufhin an, rechtliche Schritte gegen die Gewerkschaft angehen zu wollen. „Die Streiks waren rechtswidrig. Jetzt bewerten wir die Situation und prüfen rechtliche Schritte“, so eine Lufthansa Sprecherin.

    Tarifstreit zwischen Lufthansa und UFO

    Der Streit zwischen der Lufthansa und UFO gehe noch tiefer, hieß es bei Reuters weiter. Die Lufthansa verweigere seit längerem Verhandlungen mit UFO, weil der nach internem Streit neu gewählte Vorstand aus Sicht des Unternehmens nicht satzungsgemäß ins Amt gekommen und nicht befugt sei, Tarifverträge zu verhandeln oder abzuschließen.

    UFO betrachte das als Plan der Lufthansa, die unbequeme Gewerkschaft zu zerstören. Laut UFO wurde der Vorstand bei der jährlichen Mitgliederversammlung am Freitag mit 98 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. „UFO ist zurück in der Normalität“, sagte die Vorsitzende Sylvia De la Cruz.

    Zum Konzern gehören neben der Kernmarke Lufthansa die Airlines SunExpress Deutschland, Lufthansa CityLine, Eurowings und Germanwings. Die Zustimmungsquoten zu den neuen Streiks lagen in den einzelnen Betrieben zwischen 77,5 und 96 Prozent.

    pd/sb/rtr/

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    Tags:
    Mitglieder, Vorstand, Tarifverhandlungen, Gewerkschaften, Streik, Lufthansa