21:59 16 November 2019
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    Im Dienst der Terroristen: Konditoren aus Moskau lieferten Waffen an Kämpfer in Syrien

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    Politik
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    Ein Gericht in Moskau hat zwei gebürtige Aserbaidschaner, die zwei Jahre lang Wärmebildkameras und andere Ausrüstung für Kleinwaffen der Terrormiliz in Syrien geliefert haben, zu längeren Haftstrafen verurteilt. Die Männer haben in der russischen Hauptstadt ein Keksgeschäft betrieben. Dies berichtet die Zeitung „Kommersant“ am Samstag.

    Demnach haben Rasim Bachschijew und Elschad Jagubow in einer Keksfabrik Baklava (orientalisches Gebäck – Anm. d. Red.) produziert und die Süßware an die Vertreter der aserbaidschanischen Diaspora in Moskau verkauft.  

    Sie gaben an, ein Bekannter habe 2016 vorgeschlagen, Wärmebildkameras für Jagdwaffen, Visiere, Ferngläser und Monokulare in die Türkei zu liefern. Die Konditoren hätten zugestimmt, da dafür keine Genehmigung der für militärtechnische Zusammenarbeit zuständigen russischen Behörde FSWTS nötig sei. Sie hätten also die Geräte in Moskauer Läden legal erworben und diese an ihren Geschäftspartner weitergeschickt. Innerhalb  eines Jahres hätten die Aserbaidschaner Ausrüstung im Wert von 30 Millionen Rubel in die Türkei geliefert.   

    2017 hätten russische Militärs in Syrien eine Lieferung von Wärmebildkameras abgefangen. Die Mitarbeiter des russischen Inlandgeheimdienstes FSB hätten die Warennummern der Geräte überprüft, was ihnen ermöglichte, Bachschijew und Jagubow zu entlarven.

    Beide Männer seien von den FSB-Mitarbeitern im August 2018 festgenommen und wegen Beihilfe zum Terrorismus angeklagt worden. Sie hätten sich schuldig bekannt und aktiv bei den Ermittlungen geholfen. Dabei hätten sie behauptet, nicht gewusst zu haben, dass die Ausrüstung nach Syrien transportiert worden sei, wo sie von terroristischen Gruppen benutzt wurde.

    Das Gericht habe die von den Angeklagten bei den Ermittlungen geleistete Hilfe berücksichtigt und Bachschijew und Jagubov zu sechs Jahren Strafkolonie verurteilt. Gewöhnlich werde eine solche Straftat mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft.

    Der  Geschäftspartner der Männer in der Türkei steht weiterhin auf der internationalen Fahndungsliste.

    pd/mka/

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    Tags:
    FSB, Fernglas, Geräte, Kleinwaffen, Syrien, Gebäck, Moskau, Aserbaidschan