01:10 21 November 2019
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    US-Soldaten beim Ölfeld in Syrien (Archiv)

    Warum bleiben einige US-Soldaten in Syrien? Trump legt Washingtons Interessen offen

    © REUTERS / Rodi Said/File Photo
    Politik
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    Dem Waffenstillstand in Syrien kam ein weitgehender Abzug von US-Truppen zuvor, die ihre Stützpunkte im Nordosten des Landes hastig verließen. Später wurde jedoch bekannt, dass einige US-Soldaten dennoch in der Region bleiben werden. US-Präsident Donald Trump hat nun die Aufgaben der verbleibenden Soldaten offengelegt.

    Die USA wollen zwar keine Patrouillen an der syrischen Grenze einsetzen, werden sich aber weiterhin bemühen, die Kontrolle über die Ölfelder zu behalten. Dies kündigte US-Präsident Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Mississippi an.

    „Der Waffenstillstand hat gut gehalten. Wir haben das Öl behalten. Ehrlich gesagt können andere die Grenze in Syrien patrouillieren. Und die Türkei (...) hatte (in der syrischen Region – Anm. d. Red.) Tausende Jahre gekämpft. Sollen sie sich doch um die Grenze kümmern! Wir wollen das nicht tun, wir wollen unsere Soldaten nach Hause zurückbringen“, sagte Trump am Freitag.

    Er fügte hinzu, dass sich die US-Soldaten immer noch in der Region befinden.

    Die USA setzten laut Trump die Zusammenarbeit mit den Kurdenmilizen sowie „mit vielen anderen Ländern” fort. Der Staatschef erklärte auf Journalistenanfrage, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll am 13. November im Weißen Haus empfangen werden, und fügte hinzu, dass die Beziehungen zwischen ihnen beiden „sehr gut” seien.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte zuvor die US-Besetzung von syrischen Ölfeldern als illegal bezeichnet.

    Türkische Militäraktion in Nordsyrien

    Die türkischen Truppen waren am 9. Oktober in Nordsyrien einmarschiert und hatten die Offensive „Friedensquelle” begonnen. Diese richtet sich gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“* sowie die im Land verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, die seit 1984 für kurdische Autonomie im Südosten der Türkei kämpft.

    Wegen einer Verbindung zur PKK werden auch die von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) von Ankara als Terroristen eingestuft.

    Das Autonomiegebiet im Nordosten Syriens erklärte sich wiederum bereit, die Kontrolle von Damaskus zu akzeptieren und vereinbarte eine Kooperation von SDF und YPG mit der syrischen Regierungsarmee.

    Waffenruhe im Grenzgebiet

    Die Türkei stimmte am 17. Oktober bei Verhandlungen mit den USA einer Feuerpause zu, damit sich die Kurden von der Grenze zurückziehen können.

    Am 22. Oktober unterzeichneten Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan in Sotschi eine Vereinbarung. Darin einigten sie sich unter anderem auf gemeinsame russisch-türkische Patrouillen im Grenzgebiet.

    jeg/mka

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    Tags:
    Ölfelder, Donald Trump, Nordsyrien, USA