22:55 26 Januar 2020
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    Die Türkei will die im Zuge der Militäroffensive in Nordsyrien gefangengenommenen IS-Extremisten* laut Innenminister Süleyman Soylu in ihre Heimatländer zurückschicken, berichtet Reuters am Samstag.

    Zugleich kritisierte Soylu, dass die europäischen Staaten die Türkei in der Frage des Umgangs mit den IS-Häftlingen alleinließen. "Das ist für uns nicht akzeptabel. Es ist auch unverantwortlich", sagte er am Samstag. Die Türkei werde daher die festgenommenen IS-Kämpfer in ihre Heimat zurückschicken. 

    Die Türkei hat im vergangenen Monat mit einer Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG im Nordosten Syriens einen 120 Kilometer langen Grenzstreifen unter ihre Kontrolle gebracht. Dabei hat das Militär auch einige Mitglieder der Islamisten-Miliz IS gefasst, die im Zuge der Offensive dort aus Gefängnissen geflohen waren.

    In der Region hatte das von der YPG dominierte Rebellenbündnis SDF („Demokratische Kräfte Syriens“) Lager mit IS-Häftlingen bewacht. Die Türkei erachtet die Kurden-Miliz, die im Bündnis mit den USA die IS-Extremisten in Syrien niedergerungen hat, als Terror-Organisation. Die Führung in Ankara fürchtet ein Erstarken der Kurden jenseits ihrer Südgrenze und damit auch der nach Autonomie strebenden Kurden auf eigenem Gebiet.

    *IS („Islamischer Staat“) – in Russland per Gesetz verbotene Terrorvereinigung

    ls/reuters/mk

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    Tags:
    Demokratische Kräfte Syriens (SDF), kurdische Selbstverteidigungskräfte YPG, IS, Süleyman Soylu, Nordsyrien, Türkei