20:19 14 November 2019
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    Ragnhild Vassvik, die Vorsitzende des Gouvernementsrates der Provinz Finnmark

    Norwegische Politikerin findet antirussische Sanktionen „merkwürdig und unnatürlich“

    © Sputnik / Евгений Биятов
    Politik
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    Die Vorsitzende des Gouvernementsrates der norwegischen Provinz Finnmark, Ragnhild Vassvik, plädiert für die Aufhebung der antirussischen Sanktionen. Ihre Haltung hat sie in einem Artikel dargelegt, der am Donnerstag in der örtlichen Tageszeitung Zeitung „iFinnmark“ veröffentlicht wurde.

    Auf einer gemeinsam mit Russland veranstalteten Konferenz anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Ost-Finnmark von den Nazis durch die Sowjetunion hatte die Politikerin auf die Notwendigkeit verwiesen, die gegen Moskau verhängten Sanktionen aufzuheben. Ihre Äußerung habe heftige Kritik ausgelöst, schreibt Vassvik. In ihrem Beitrag begründet sie ihren Standpunkt ausführlich.

    „Wir kennen die Russen, wir arbeiten mit ihnen zusammen, wir betreiben Handel mit ihnen. (…) Es kommt uns verständlicherweise merkwürdig und unnatürlich vor, Sanktionen gegen jene zu verhängen, die wir als gute Nachbarn betrachten“, schreibt die Politikerin.

    Vassvik fügt hinzu, dass die antirussischen Sanktionen der norwegischen Geschäftswelt merklich schaden würden, denn Moskau ersetze norwegische Waren durch eigene Erzeugnisse. Nach Meinung der Politikerin haben die Restriktionsmaßnahmen die russische Wirtschaft nur noch gestärkt und konkurrenzfähiger gemacht.

    Der norwegische Verteidigungsminister Frank Bakke-Jensen hatte am 23. Oktober den Beitrag der Sowjetunion zur Befreiung der Ost-Finnmark gewürdigt. Die sowjetischen Truppen hätten viel dazu getan, „damit wir heute in einem freien Norwegen leben können“, so der Minister.

    Während der Kirkenes-Operation der sowjetischen Karelien-Front waren Ende 1944 insgesamt 15.773 Sowjetsoldaten gefallen, davon 2.122 unmittelbar auf norwegischem Boden.

    ls/sb

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    Tags:
    Sowjetunion, Russland, Norwegen