23:40 18 Januar 2020
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    Die USA und Südkorea sagen womöglich die gemeinsame jährliche Luftwaffenübung „Vigilant ACE“ vor dem Hintergrund der diplomatischen Bemühungen zur Denuklearisierung ab. Dies meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Verweis auf eigene Quellen.

    Die Militärbehörden der beiden Länder „teilen das Verständnis“ für die Verschiebung der Luftwaffenübung „Vigilant ACE“, die gewöhnlich im Dezember abgehalten werde, heißt es in dem Bericht. Die endgültige Entscheidung werde jedoch bei dem jährlichen Treffen der Verteidigungsminister beider Länder getroffen, das Mitte November stattfinden solle.

    „Dafür erwägen beide Seiten, im Dezember eigene Luftwaffenübungen durchzuführen“, so eine Quelle.

    2018 hatten Seoul und Washington vor dem Hintergrund der diplomatischen Zusammenarbeit mit Nordkorea mehrere Übungen eingestellt. Damit wollten sie vermeiden, Pjöngjang mit den Manövern zu provozieren, die von ihm als Probe für einen Invasionskrieg verurteilt werden. Auch die großangelegte Militärübung „Vigilant ACE“ wurde im Oktober 2018 ausgesetzt.

    Nach dem ersten USA-Nordkorea-Gipfel von Juni 2018 gab US-Präsident Donald Trump seine Absicht bekannt, die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas abzusagen, die er als kostspielig und vor dem Hintergrund des Dialogs mit Pjöngjang unangemessen bezeichnete.

    „Vigilant ACE“

    Die Luftwaffenübung wurde 2015 unter dem Namen Pen-ORE (Peninsula Operational Readiness Exercise) ins Leben gerufen. Sie fand bis 2017 jährlich unter Einsatz einer großen Luftflotte der Alliierten statt.

    Das fünftätige Manöver von 2017 war bis dahin das größte. Daran hatten mehr als 230 Kampfflugzeuge, darunter auch F-35-Tarnkappen-Jets und Luftüberlegenheitsjäger des Typs F-22 Raptor, sowie circa 12.000 US-Soldaten teilgenommen. Ein US-Langstreckenbomber des Typs B-1B hatte damals Berichten zufolge eine Übung auf einem Trainingsgelände nahe der Grenze zu Nordkorea in der südkoreanischen Provinz Gangwon-do absolviert.

    pd/sb/

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    Tags:
    Donald Trump, Entscheidung, Südkorea, Denuklearisierung, Verschiebung, Manöver, USA