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17:08 12 November 2019
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    Tulsi Gabbard, US-Abgeordnete, während der vierten Debate bei den Demokraten

    Trump hat auf Öl des syrischen Volkes zugegriffen – Kongressabgeordnete

    © REUTERS / SHANNON STAPLETON
    Politik
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    Die Bewerberin für die Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten bei der US-Wahl 2020 und Kongressabgeordnete des Bundesstaats Hawaii Tulsi Gabbard hat die Politik des US-Präsidenten Donald Trump in Syrien kritisiert. Laut der Politikerin will der US-Staatschef nach den Ölfeldern des syrischen Volkes greifen.

    „Die Mission unserer Soldaten (in Syrien) ist es, die nationale Sicherheit zu gewährleisten und die Amerikaner zu schützen“, sagte Gabbard in einer Sendung des Fernsehsenders Fox News.

    Sie merkte an, dass Trump „leider diesen Kurs geändert“ habe:

    „Früher plädierte er für die Rückkehr der amerikanischen Truppen aus Syrien, und nun will er sie in Syrien lassen – nicht um den IS* zu bekämpfen, sondern um die Ölfelder zu schützen, die den USA nicht gehören“.

    „Dies sind Energieressourcen, die dem syrischen Volk gehören. Und das ist eine Schande für unser Militär“, so Gabbard weiter.

    Ferner betonte sie auch, dass die US-Kontrolle über die syrischen Ölfelder den Syrern die Hauptressource entziehe, die sie nicht nur zum Überleben, sondern auch zum Aufbau ihres eigenen Lebens benötigten würden.

    Am 2. November hatte Trump in einer Wahlkampfveranstaltung in Mississippi angekündigt, dass die USA zwar keine Patrouillen an der syrischen Grenze einsetzen wollen, sich aber weiterhin bemühen würden, die Kontrolle über die Ölfelder zu behalten.

    Am 28.Oktober hatte ein in Sputnik-Korrespondent unter Berufung auf Quellen mitgeteilt, dass Eine Gruppe US-Militärs aus dem Irak nach Syrien zurückkehrte und in einer ölreichen Region im nordöstlichen Syrien stationiert worden sein soll. 

    Am 26. Oktober hatte das staatliche syrische Fernsehen berichtet, eine Kolonne der US-Truppen marschiere, aus dem Irak kommend, durch einen illegalen Grenzübergang in das syrische Gouvernement al-Hasaka ein.

    Russlands Verteidigungsamt will US-Ölschmuggel in Syrien bewiesen haben

    Der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministers, Igor Konaschenkow, verurteilte das Vorgehen der USA in Bezug auf die syrischen Ölfelder als „internationales staatliches Banditentum“.

    Das Amt hatte am 26. Oktober Satellitenbilder veröffentlicht, die eine Fortsetzung der rechtswidrigen Ölgewinnung durch die USA in Syrien zeigen sollen. Der Behörde zufolge weisen die vom Weltraumgeheimdienst vorgelegten Bilder darauf hin, dass das „unter dem zuverlässigen Schutz der US-Truppen“ befindliche Öl in Syrien von ihnen gewonnen und zur Bearbeitung aus Syrien abtransportiert worden sei. Dies sei sowohl vor als auch nach der Niederlage der Terrormiliz „Islamischer Staat“* in dieser Region geschehen.

    US-Truppen-Abzug aus Syrien

    Am 7. Oktober hatte US-Präsident Trump angeordnet, rund eintausend US-Militärs aus dem Nordosten Syriens abzuziehen. Etwa 200 bis 300 Soldaten sollen dennoch in dem Militärstützpunkt At-Tanf bleiben.

    Der Abzug verläuft laut dem US-Verteidigungsminister, Mark Esper, in Richtung Irak. Bagdad zufolge handelt es sich aber um Transit. Der irakische Verteidigungsminister Najah al-Sammari teilte nach einem Treffen mit Esper mit, dass die aus Syrien abziehenden US-Truppen den Irak „binnen vier Wochen“ verlassen werden.

    * Terrororganisation, in Russland verboten

    sm/gs

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    Tags:
    Kongress, Ölfelder, Syrien, Donald Trump, US-Militär