09:34 18 Januar 2020
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    Hätte es keinen Mauerfall gegeben und die DDR würde bis heute existieren, wie hätte sich das Leben von Angela Merkel gestaltet? Auf diese Frage hat die Bundeskanzlerin in einem großen Interview für „Spiegel“ geantwortet.

    Sie hätte auch ohne die Wiedervereinigung ihren Traum verwirklichen können: „In der DDR gingen die Frauen mit 60 in Rente, ich hätte mir also schon vor fünf Jahren meinen Reisepass abgeholt und wäre nach Amerika gereist.“

    Rentner hätten ja Reisefreiheit in der DDR gehabt, betonte Merkel weiter. „Wer als sozialistischer Erwerbstätiger nicht mehr gebraucht wurde, durfte raus.“

    Natürlich hätte sie sich auch die Bundesrepublik richtig angeschaut. „Aber meine erste weite Reise wollte ich nach Amerika machen. Wegen der Größe, der Vielfalt, der Kultur. Die Rocky Mountains sehen, mit dem Auto herumfahren und Bruce Springsteen hören - das war mein Traum.“

    Allerdings hätte sie diese Reise nicht in einem amerikanischen Straßenkreuzer gemacht, da sie eher kleinere Autos bevorzuge. „Aber was Besseres als ein Trabant hätte es schon sein sollen.“

    Kein „Trabi“ für Merkel

    Merkel hatte zuvor in Zwickau den Beschäftigen der heutigen VW-Fabrik erzählt, wie sie auf ihren ersten „Trabi“ gewartet hatte. Doch dann sei die Wiedervereinigung dazwischen gekommen.

    „Meine eigene Trabant-Bestellung hat sich zu Zeiten der DDR nicht mehr realisiert“, sagte die deutsche Regierungschefin am Montag. In Zwickau wurde bekanntlich unter anderem der „Trabi“ hergestellt, die sächsische Stadt ist ein traditionsreicher Auto-Standort.

    ta/gs

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