13:36 20 November 2019
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    EU-Ratsvorsitzende Donald Tusk (Archivbild)

    Tusk verzichtet auf Präsidentschaftskandidatur in Polen

    © AP Photo / Virginia Mayo
    Politik
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    Der EU-Ratspräsident und Ex-Premier Polens, Donald Tusk, will sich nach eigenen Worten nicht um das Präsidentenamt im Frühjahr 2020 in Polen bewerben.

    „Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Entschluss gelangt, bei der bevorstehenden Präsidentenwahl nicht zu kandidieren“, zitiert der Sender „Polskie Radio“ Tusk.

    Seine Entscheidung begründete Tusk, der bisher als einer der aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten der Opposition galt, damit, die Opposition bei der Aufstellung von Kandidaten nicht stören zu wollen.

    Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, bei der Vorlesung an der Warschauer Universität
    © REUTERS / Dawid Zuchowicz/Agencja Gazeta
    Er trage zu viel „Gepäck“ aus der Zeit als Ministerpräsident mit sich herum, erklärte er. Zugleich sagte er zu, die „Opposition bei den Wahlen sehr stark zu unterstützen“.   

    „Ich werde auch weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um die polnische Position in Europa und in der Welt weiter zu stärken“, so Tusk.

    Tusk hatte von November 2007 bis September 2014 den Posten des polnischen Premiers bekleidet. Seine Amtszeit als EU-Ratspräsident läuft Ende des Monats aus.

    Präsidentenwahl in Polen 

    Im kommenden Frühjahr wählt Polen ein neues Staatsoberhaupt. Dennoch ist ein genauer Termin noch nicht festgelegt. Die konservative Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) will Amtsinhaber Andrzej Duda im Frühjahr 2020 zur Wiederwahl stellen.

    ns/ae

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    Polskie Radio, EU-Rat, Kandidatur, Andrzej Duda, Donald Tusk, Präsidentenwahl, Polen