10:22 23 Januar 2020
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    Die heftigen Proteste, die seit zwei Wochen Bolivien erschüttern, haben die Wirtschaft des Landes nach Angaben der Regierung in La Paz bereits 167 Millionen Dollar gekostet.

    Bolivianische Regierungsgegner protestieren seit dem 22. Oktober gegen die Wiederwahl von Präsident Evo Morales. Ein Streik legte die Wirtschaftsmetropole Santa Cruz lahm.

    „Nach unseren Rechnungen und nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts INE hat das Land in diesen 14 Tagen 167 Millionen Dollar verloren“, sagte der bolivianische Wirtschaftsminister Luis Alberto Arce dem Radiosender Red Patria Nueva.

    Am schwersten betroffen seien Verkehr, Handel und staatliche Dienststellen, die alle zusammen im Schnitt zwölf Millionen Dollar am Tag verloren.

    Der Minister warnte vor Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung des Landes, wenn aufgrund der Proteste die staatlichen Einrichtungen geschlossen und die Staatsgrenzen dicht gemacht werden müssten.

    Heftige Proteste in Bolivien waren nach der Präsidentenwahl vom 20. Oktober ausgebrochen, die Amtsinhaber Evo Morales nach Angaben des Obersten Wahlgerichts schon in der ersten Runde gewonnen hatte.

    Oppositionskandidat Carlos Mesa, der auf Platz zwei landete, erkannte seine Niederlage nicht an. Landesweit kam es zu Protesten, die in schwere Krawalle ausarteten. Demonstranten setzten lokale Wahlbehörden in Brand.

    leo/ae

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    Schaden, Unruhen, Protest, Opposition, Evo Morales, Bolivien