10:07 25 November 2020
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh)* verwandelt sich aus einem quasistaatlichen Gebilde in eine globale Netzwerkorganisation. Das teilte der Leiter des Exekutivkomitees der Regionalen Anti-Terror-Struktur der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), Dschumachon Gijessow, am Mittwoch in Usbekistans Hauptstadt Taschkent mit.

    „Der IS verwandelt sich aus einem quasistaatlichen Gebilde in eine globale Netzwerkorganisation“, sagte Gijessow am Mittwoch bei der Eröffnung einer Konferenz.

    Ihm zufolge legen die IS-Terroristen zurzeit eine bewegliche Taktik und die Fähigkeit an den Tag, sich an neue Bedingungen anzupassen. Zudem sei es den IS-Anführern gelungen, das System zur Verwaltung der Ressourcenbasis, die für die Verübung von Terroranschlägen in der ganzen Welt ausreichen würde, beizubehalten.  

    „Sie haben sich auf eine ferngesteuerte Anwerbung von Anhängern umorientiert. Dazu gehören auch Hackerangriffe und Methoden der Cyberkriminalität“, betonte Gijessow.     

    Konferenz in Taschkent

    Am Mittwoch startete in Taschkent die zweitägige siebte internationale Konferenz der Regionalen Anti-Terror-Struktur der SOZ „Anti-Terror-Kampf- Zusammenarbeit ohne Grenzen“. Daran nehmen Vertreter der Sicherheitskräfte der SOZ-Teilnehmerstaaten, der internationalen Anti-Terror-Strukturen der Uno, der OSZE und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) teil.  

    Die SOZ

    Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ist eine internationale Organisation mit Sitz in der chinesischen Hauptstadt Peking. Sie war 2001 von China, Russland, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan ins Leben berufen worden. Im Jahr 2017 traten Indien und Pakistan der Organisation bei.  

    Einen Beobachterstatus haben Afghanistan, Weißrussland, der Iran und die Mongolei. Partnerländer sind Aserbaidschan, Armenien, Kambodscha, Nepal, die Türkei und Sri Lanka. Das Hauptquartier der regionalen Anti-Terror-Struktur der SOZ befindet sich in Taschkent.

    Tod des IS-Chefs

    Am 27. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Tod des IS-Chefs, Abu Bakr al-Baghdadi, in der syrischen Provinz Idlib verkündet. Al-Baghdadi soll sich seiner Festnahme durch die Zündung eines Sprengstoffgürtels entzogen haben. Die Vereinigten Staaten haben bisher keinerlei Belege vorgelegt. US-Präsident Donald Trump hatte via Twitter lediglich eine Aufnahme veröffentlicht, in der jener Hund zu sehen ist, der den IS-Chef bis zu dessen Tod verfolgte.

    Indes hatte der IS laut dem Nachrichtenkanal Amaq den Tod Baghdadis bestätigt und zugleich Abu Ibrahim al-Hashimi al-Quraishi zum neuen Anführer erklärt.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    ns/ae/sna

     

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    Tags:
    Syrien, GUS, Donald Trump, USA, Usbekistan, Abu Bakr al-Baghdadi, SOZ, Netzwerk, Terrormiliz, IS