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    Russlands Außenamt hat die Verbannung russischer Diplomaten und Journalisten von der Globalen Konferenz für Medienfreiheit in London kommentiert. Das Hauptziel ist laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, universelle Freiheitsstandards zu verwässern sowie das Einführen einer politischen Zensur.

    „Aus unserer Sicht ist das Ziel solcher Projekte hinter verschlossenen Türen, wo nur der engste Kreis Zugang hat, die bestehenden universellen Standards der Medienfreiheit zu verwässern, eine voreingenommene Regelung von Informationsressourcen einzuführen und die Medien in ‚unsere‘ und ‚fremde‘ zu teilen – offen gesagt eine politische Zensur einzuführen“, sagte Lawrow am Dienstag.

    Die Situation mit der Diskriminierung russischer Medien sei besorgniserregend und ähnele dem Fall Skripal, in dem keiner etwas erklärt habe. „Dabei geht es um Russophobie, den Wunsch, eigene Misserfolge zu rechtfertigen und die damit verbundene unlautere Konkurrenz“, sagte Lawrow.

    Großbritannien hatte dem TV-Sender RT und der Nachrichtenagentur Sputnik (beides russische Medien) die Akkreditierung zur Globalen Konferenz für Medienfreiheit in London in Juli verweigert. Erklärt wurde der Schritt mit „einer aktiven Rolle von RT und Sputnik bei der Verbreitung von Desinformationen“. Dabei hat das britische Außenministerium keine konkreten Beispiele angeführt.

    Sputnik und RT wurden auch von der jährlichen Konferenz der Konservativen Partei Großbritanniens verbannt. Die Verweigerung der Akkreditierung wurde dabei nur einen Tag vor dem Beginn der Konferenz mitgeteilt, obwohl der Sender und die Agentur sich einen Monat zuvor angemeldet hatten. Die Veranstalter begründeten ihre Absage nicht.

    om/gs

     

     

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    Tags:
    Journalisten, Diplomaten, Zensur, Verbannung, Freiheit, Medien, Großbritannien, Russland