Widgets Magazine
17:05 12 November 2019
SNA Radio
    Russlands Präsident Wladimir Putin bei Sitzung mit Mitgliedern des russischen Sicherheitsrates

    Russland will sein Möglichstes tun, um Abrüstungsprozess voranzutreiben – Putin

    © Sputnik / Aleksej Nikolskij
    Politik
    Zum Kurzlink
    6952
    Abonnieren

    Russland wird sein Verteidigungspotential weiter ausbauen, ist laut Präsident Wladimir Putin aber bereit, alles zu tun, um den Abrüstungsprozess voranzutreiben.

    „Unsere Armee und unsere Marine haben ihre hohe Bereitschaft bewiesen. Wir beabsichtigen, die Verteidigungsfähigkeiten auszubauen und Systeme mit Ultraschall-, Laser- und anderen modernen Waffen, über die andere Länder noch nicht verfügen, in den Bestand der Armee aufzunehmen“, sagte Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit hochrangigen Offizieren und Staatsanwälten anlässlich ihrer Ernennung auf höhere Posten zu höchsten militärischen Rängen.

    Der Präsident stellte jedoch fest, dass dies „kein Grund für Russland ist, irgendjemanden zu bedrohen“.

    „Im Gegenteil, wir sind bereit, unser Möglichstes zu tun, um den Abrüstungsprozess voranzutreiben – mit Blick auf unsere neuesten Waffensysteme, deren Aufgabe es ist, die Sicherheit vor dem Hintergrund der wachsenden Bedrohungen zu gewährleisten“, erklärte Putin.

    INF-Vertrag

    Am 2. August lief der INF-Vertrag aus. Anfang 2019  kündigte Washington einen einseitigen Rückzug aus diesem Abkommen an und warf dabei Russland vor, es langjährig verletzt zu haben. Moskau wies alle Anschuldigungen zurück.

    Anfang Juli unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz zur Aussetzung des INF-Vertrags. Zuvor hatte Russland wiederholt erklärt, dass es diese Vereinbarung vollständig einhalte. Der russische Außenminister Sergej Lawrow stellte fest, dass Moskau sehr ernste Fragen bezüglich der Einhaltung des Vertrags durch die Amerikaner selbst habe. Ihm zufolge sind die US-Vorwürfe in punkto Verletzung des INF-Vertrags durch Russland unbegründet.

    START-III-Vertrag

    Der 2010 unterzeichnete Vertrag über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen (START-III) ist nach wie vor das einzige derzeit geltende Abkommen über die Rüstungsbegrenzung zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Es läuft im Februar 2021 aus, und die US-Regierung gab bisher nicht bekannt, ob Washington beabsichtige, die Vereinbarung zu verlängern.

    Zuvor sagte der Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, dass der START-III-Vertrag wahrscheinlich nicht verlängert werden werde, da er Mängel aufweise. Russland wiederum hatte wiederholt erklärt, dass es bereit sei, darüber zu diskutieren.

    US-Präsident Donald Trump kündigte den Wunsch an, ein neues dreiseitiges Atomabkommen zwischen Russland, China und den USA auszuarbeiten. Peking hat diese Idee jedoch abgelehnt.

    sm/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Armee, Russland, Abrüstung, Wladimir Putin