05:07 18 November 2019
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    Mit Schweinefleisch gegen Migranten: Griechische Nationalisten kündigen Grillparty an

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    Politik
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    Der Aufruf einer nationalistischen Organisation zu einer Grillparty mit demonstrativem Konsum von Alkohol und Schweinefleisch in der Nähe eines Migrantenlagers in Nordgriechenland hat eine heftige verbale Auseinandersetzung im Parlament in Athen zur Folge gehabt.

    Der linke Abgeordnete Christos Giannoulis bezeichnete den Vorstoß am Dienstag als „Sadismus und Bestialität“. Die Grillparty sei eine „Provokation gegen Menschen anderen Glaubens“. Wer so etwas mache, sollte zur Rechenschaft gezogen werden, forderte der linke Abgeordnete.

    Laut der Deutschen Presse-Agentur konterte ein Abgeordneter der Konservativen sichtbar aufgeregt, Bürger aus Drittstaaten könnten den Griechen nicht ihre Lebensart diktieren. Das Parlamentsfernsehen übertrug die Debatte.

    Grillparty vor Migrantenlanger unweit von Thessaloniki

    Die nationalistische Organisation „Enomenoi Makedones“ (Vereinigte Mazedonier) ruft seit Tagen übers Internet dazu auf, eine Grillparty am Sonntag neben dem Migrantenlanger von Diavata wenige Kilometer westlich der Hafenstadt Thessaloniki zu veranstalten.

    Muslimen ist der Konsum von Alkohol und Schweinefleisch nach dem Koran verboten.

    Bis Ende Oktober waren in Griechenland gut 55.000 Migranten aus der Türkei angekommen. Das waren deutlich mehr als im gesamten Vorjahr (50.500). Die Regierung in Athen hatte in den vergangenen Monaten mehr als 6500 Migranten aus den völlig überfüllten Lagern auf den Ägäisinseln zum Festland gebracht. Bis zum Jahresende sollen 20.000 Migranten zum Festland gebracht werden.

    asch/ae/dpa

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    Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, Nationalisten, Debatte, Auseinandersetzungen, Parlament, Parlament, Griechenland, Alkohol, Grillen, Schweinefleisch, Muslime, Migranten