22:31 16 November 2019
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    Deutsche Welle Satellite (Symbolbild)

    Lawrow lehnt Akkreditierungs-Entzug für Deutsche Welle ab

    CC BY 2.0 / Bill Rand / Deutsche Welle Satellite
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich dagegen ausgesprochen, dass ausländischen Medien, einschließlich der Deutschen Welle, die Arbeitserlaubnis in Russland entzogen wird. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau.

    „Das Außenministerium unterstützt keine Ideen, irgendeinem Medium, ebenso wenig der DW, die Akkreditierung zu entziehen“, sagte Lawrow bei einer Medienkonferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Mittwoch.

    „Wir haben die Vertreter der „Deutschen Welle“ eingeladen, Maria Wladimirowna (Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums – Anm. d. Red.) hat mit ihnen gesprochen“, so Lawrow weiter.

    Die Vertreter des deutschen Auslandssenders hätten bei dem Treffen ihren Fehler eingestanden. „Sie gaben zu, dass dies nicht wirklich korrekt war im Rahmen der Geschehnisse, die damals in Moskau stattgefunden hatten“.

    DW-Sprecher Christoph Jumpelt betonte jedoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass bei dem Treffen zwischen dem Sender und den russischen Behörden es kein Schuldeingeständnis gegeben habe.

    „Bei der Erklärung (…) muss es sich jedoch um ein Missverständnis handeln“. Allerdings begrüße er die Tatsache, dass keine Sanktionen gegen den Sender folgen würden. Diese wären nämlich „in keiner Weise gerechtfertigt“.

    Skandal um Twitter-Beitrag der „Deutschen Welle“

    Zuvor hatten einige russische Politiker gefordert, der „Deutschen Welle“ die Akkreditierung zu entziehen. Anlass war ein Beitrag des Senders auf Twitter, der vom russischen Staat als Aufruf an die Bevölkerung interpretiert wurde, an den nicht genehmigten Protestaktionen in Moskau teilzunehmen.

    Am 27. Juli schrieb der Sender auf seinem russischen Twitter-Account „Moskau, geh raus!” Es kann natürlich wohl sein, dass der Sender nur die Worte der Demonstranten wiedergab, dafür gibt es jedoch keinerlei Hinweise.

    Der Leiter der DW-Intendanz Hoffmann weist die Anschuldigungen zurück: Die Berichterstattung des Senders befolge „die Regeln des ausgewogenen Journalismus“. Das schließe eine „etwaige Einmischung in innere Angelegenheiten jedweder Staaten aus“.

    dg/ae

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