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    Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), Fatou Bensouda, hat Libyen zur Auslieferung von Saif al-Islam, des zweitältesten Sohnes des getöteten libyschen Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi, aufgefordert. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus New York.

    Saif al-Islam al-Gaddafi, dem seit 2011 Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt werden, sei weiterhin auf freiem Fuß. Er werde in der westlibyschen Stadt Sintan vermutet, sagte Bensouda am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat.

    „Libyen ist weiterhin verpflichtet, Herrn Gaddafi festzunehmen und auszuhändigen“. Der ICC habe einen Einspruch des Verdächtigen zur Zulässigkeit seines Falles in den vergangenen Monaten abgelehnt, sagte sie.

    Schwere Vorwürfe der Justiz

    Saif al-Islam war vorgeworfen worden, während der Aufstände gegen seinen Vater im Jahr 2011 zur Tötung friedlicher Demonstranten aufgerufen zu haben. Im selben Jahr wurde er verhaftet. 2015 fällte ein Gericht in der libyschen Hauptstadt Tripolis ein Todesurteil gegen ihn in Abwesenheit.

    Der Gaddafi-Sohn nahm zeitweise per Videoschalte an den Verhandlungen teil, wurde von den Machthabern in Sintan aber nicht an die Behörden in Tripolis überstellt. In mehreren Regionen Libyens herrscht faktisch Anarchie, lokale Gruppen und Milizen üben Einfluss aus, hieß es.

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    Tags:
    Auslieferung, Forderung, Saif al-Islam al- Gaddafi, Sohn, der Internationale Gerichtshof (ICC), Libyen