19:46 14 November 2019
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    Abrüstung in Rahmen des Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (Archiv)

    Russland fordert Großbritannien und Frankreich zu Atom-Abrüstung auf

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    Moskau erachtet eine weitere Verringerung der strategischen Nuklearwaffen ohne die Beteiligung der europäischen Atommächte – Großbritannien und Frankreich – für unmöglich.

    „Eine weitere Reduktion strategischer Nuklearwaffen ist kaum möglich, ohne dass Großbritannien und Frankreich sich dem anschließen“, sagte Wladimir Jermakow, Leiter der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, als Reaktion auf die Pläne des US-Präsidenten Donald Trump, ein neues Abrüstungsabkommen, den so genannten New-Start-Vertrag, abzuschließen. Dabei will Trump auch China mit ins Boot holen.

    Russland habe Jermakow zufolge nichts gegen neue Teilnehmer. „Wenn die Amerikaner jemanden miteinbeziehen wollen, sollen sie sich damit auch befassen“. Dabei betonte er, dass es nicht gelingen werde, jemanden zu einer Kooperation zu zwingen.

    Der aktuelle Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen (START-Vertrag) wurde 2010 unterzeichnet und gilt bis Februar 2021. Nach dem Ende des INF-Abrüstungsvertrags ist es das einzige gültige Abkommen zwischen Russland und den USA über die Waffenkontrolle. Washington hat noch nicht bekannt gegeben, ob es den Vertrag verlängern will. Trump will ein neues – dreiseitiges – Abkommen zwischen Russland, China und den USA aushandeln. Peking wies die Idee jedoch zurück.

    om/ae

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    Tags:
    Donald Trump, Atommacht, Frankreich, Großbritannien, INF-Vertrag, START-Vertrag, Abrüstung, China, USA, Russland