01:36 26 Februar 2020
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    Vor dem Hintergrund von Massenprotesten im Land hat der bolivianische Präsident Evo Morales am Sonntag Neuwahlen angekündigt.

    Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) schrieb in einem früher am Sonntag veröffentlichten Bericht, dass der Urnengang vom 20. Oktober wegen ernstzunehmender Unregelmäßigkeiten für nichtig erklärt werden sollte, und empfahl Neuwahlen.

    Auditoren von der OAS bezeichneten es „statistisch wenig wahrscheinlich“, dass der amtierende Präsident genug Stimmen habe bekommen können, um die Stichwahl zu vermeiden.

    Neben der Neuwahl kündigte Morales, der das Land seit 2006 regiert, auch die Absicht an, Mitglieder der Wahlkommission auszutauschen. Darüber hinaus bat er das Volk Boliviens, „Spannungen zu senken“.

    Wahl im Oktober

    Bei der Wahl im Oktober lagen Morales und sein Herausforderer Carlos Mesa zunächst Kopf an Kopf. Die Auszählung wurde dann für einen Tag unterbrochen. Nach ihrer Wiederaufnahme führte Morales mit einem Vorsprung von zehn Prozentpunkten. Mesa erkannte die Auszählungsergebnisse nicht an.

    Nach der Stimmenauszählung brachen Massenproteste in Bolivien am 20. Oktober aus und halten seitdem an. Am Samstag erklärte die Polizei, nicht gegen die regierungskritischen Demonstranten vorzugehen. In einigen Städten schlossen sich Polizisten auch den Demonstrationen an.

    mo/mt/rtr/sna

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    Tags:
    Evo Morales, Bolivien